Generalsekretär der Regierung Gilberto Carvalho spricht Landlosenbewegung weiterhin Unterstützung zu. / Copyright: Agência Brasil
Generalsekretär der Regierung Gilberto Carvalho spricht Landlosenbewegung weiterhin Unterstützung zu. / Copyright: Agência Brasil

Generalsekretär der Regierung Gilberto Carvalho spricht Landlosenbewegung weiterhin Unterstützung zu. / Copyright: Agência Brasil

Minister und Generalsekretär der Regierung Gilberto Carvalho, der für den Dialog mit den sozialen Bewegungen im Land verantwortlich ist, hat die Aktionen der Bewegung der Landlosen (MST) verteidigt, indem er der Bewegung am vergangenen Mittwoch (26. Februar) weiterhin die Unterstützung der Regierung zugesagt hat. Im Rahmen einer Veranstaltung in Itamarety sagte Carvalho den anwesenden Journalisten: “Ich möchte mich klar und deutlich ausdrücken, dass man die Landlosen nicht mit Banditen gleichsetzen darf. Die Regierung sieht die Bewegung nicht als etwas schlechtes, es handelt sich um einen legitimen Zusammenschluss, wobei es zwischen der Regierung und der Bewegung gewisse Differenzen gibt. Die MST stellt sich gegen die Regierung und wir denken, das ist Demokratie.”

Carvalho zufolge finanziert die Regierung Veranstaltungen der MST wie Messen zum Agrarbusiness. “Das öffentliche Geld darf und soll für die Unterstützung aller Formen von Organisationen der Staatsbürgerschaft eingesetzt werden. Diese werden wir stets finanziell unterstützen. Denn es ist einer demokratischen Regierung eigen, Initiativen zu unterstützen, die das Wohl der Gesellschaft anstreben.”

Die staatliche Bank Caixa Ecônomica Federal, die brasilianische Entwicklungsbank BNDES und der Erdölkonzern Petrobras halfen ebenfalls den sechsten Nationalkongresses der MST in Brasília zu unterstützen. Insgesamt wurden rund 1,6 Millionen Reais (circa 0,5 Millionen Euro) sowohl aus öffentlichen Mitteln als auch Geldern der Unternehmen investiert. Am Kongress, der vom 10. bis 14. Februar in Brasília stattfand, nahmen rund 15.000 Menschen teil, allerdings endet die Veranstaltung in einer Konfrontation mit der Militärpolizei auf dem Platz der drei Gewalten (Praça dos Três Poderes). Dazu sagte Carvalho ebenfalls am vergangenen Mittwoch, dass die Verantwortlichen der MST dabei geholfen hätten, die Konfrontation nicht ausarten zu lassen – wobei es immer noch 32 Verletzte gab, darunter 30 Polizisten.

„Wir weisen jegliches Bestreben von uns, Gewalt und Durcheinander finanzieren zu wollen. Die Auseinandersetzung, die auf dem Platz der drei Gewalten ausgebrochen ist, ist nicht durch die Verantwortlichen der MST provoziert worden. Im Gegenteil haben sie in besonderer Weise dazu beigetragen, die Konfrontation möglichst klein zu halten, die aus Gründen stattgefunden hat, die ich hier nicht weiter kommentieren will.” (ls)