Rekordsteigerung bei brasilianischen Autoverkäufen im Juli

03.08.2012 | Wirtschaft |

Autoverkäufe in Brasilien auf Rekordhoch / Copyright: Wikimedia, M. Gil

Mit der Reduktion der Steuern auf Industrieprodukte (Imposto sobre Produtos Industrializados, kurz: IPI) für die Automobilbranche haben sich die Verkaufszahlen äußerst positiv entwickelt. Die Automobilbranche verzeichnet seit der Änderung der Steuer im Mai einen positiven Trend in der Nachfrage nach Autos. Die Verkäufe im Juli diesen Jahres sind um rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Mit über 350.000 neu zugelassenen Autos stellt der Juli 2012 gleichzeitig einen Rekord seit der Aufzeichnungen in 1957 dar, da noch nie so viele Autos in Brasilien innerhalb eines Monats zugelassen wurden.

Der Zuwachs betrifft aber nicht nur leichte Personenfahrzeuge, sondern auch Busse und LKWs. Auch hier gibt es eine Steigerung von rund 19 Prozent im Vergleich zum Juli vergangenen Jahres. Die guten Verkaufszahlen haben sich bereits schon im Juni angekündigt, denn nach der Änderung der Steuer im Mai sind bereits im Juni die Verkäufe stark angestiegen. Die Steigerungen von Juni auf Juli betragen im Schnitt drei Prozent in allen Sektoren und fallen damit Vergleichweise niedrig aus, allerdings auf hohem Niveau. Marktbeobachter gaben sich im Juni skeptisch, ob sich dieser Trend auch im Juli fortsetzen wird. Mit den nun veröffentlichten Zahlen scheint ein deutlich positiver Trend erkennbar. Einzig die Verkäufe und Zulassungen bei Motorrädern sind rückläufig und dämpfen die insgesamt gute Stimmung ein wenig.

Mit Ende August endet die temporäre Reduktion der IPI für die Automobilbranche und es ist zu erwarten, dass die Verkäufe wieder rückläufig sein werden. Bereits gestern hat der nationale Verband der Automobilhersteller (Associação Nacional dos Fabricantes de Veículos Automotores, kurz: Anfavea) erklärt, dass die zu erwartende Abschwächung zunächst noch zu keinem direktem Stellenabbau führen wird. Anfavea erwartet Investitionen von bis zu 22 Milliarden Reais (ca. 8,8 Milliarden Euro) bis Ende 2015 im Automobilsektor, die auch die Arbeitsplätze sichern helfen werden. (mas)


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