Renault profitiert vom Wachstumsmarkt Brasiliens / Copyright: Renault

Renault profitiert vom Wachstumsmarkt Brasiliens / Copyright: Renault

Der französische Automobilhersteller Renault konnte das Jahr 2011 mit einem Milliardengewinn abschließen. Dabei musste er allerdings mit Einbußen auf dem Heimatmarkt kämpfen, hohe Investitionen belasteten die Bilanz. Auch für das Jahr 2012 rechnet Renault mit sinkenden Absatzzahlen in Europa.

Während Renault in Westeuropa mit einem schlechteren Absatz und mit starkem Preisdruck konfrontiert wird, nutzt der Hersteller vor allem die positive Lage in den Schwellenländern wie Brasilien und Russland, in denen die Tendenz eher steigend ist.

Der Konzernchef Carlos Gosh geht davon aus, dass der Absatz in Westeuropa 2012 von drei auf vier Prozent sinken wird. Im Heimatmarkt würde die Lage sogar noch kritischer sein: Hier rechne er mit einem Minus von sieben bis acht Prozent.

Brasilien sei eines der Länder, in denen Renault große Chancen sieht. Denn auch in der Zukunft solle der Verkauf von Automobilen und kleinen Nutzfahrzeugen dort deutlich ansteigen. Um von dieser Situation zu profitieren, plane der Automobilhersteller eine Reihe neuer Modelle und Motorentypen, die den Umsatz weiter nach oben treiben sollen.

Nachdem Renault seine Schulden auf knapp 300 Millionen Euro im vergangenen Jahr senken konnte, möchte der Konzern verstärkt in die Zukunft investieren und Forschungs- sowie Entwicklungskosten wieder erhöhen. Diese sollen aber immerhin unter neun Prozent des Umsatzes liegen. (ds)