Hauptsitz der Brasilianischen Zentralbank in Brasilia / Copyright: Banco Central by Enildo Amaral

Hauptsitz der Brasilianischen Zentralbank in Brasilia / Copyright: Banco Central by Enildo Amaral

Analysten des Finanzmarktes, die die Zentralbank Brasiliens beraten, haben die Wachstumsprognosen der brasilianischen Wirtschaft (Bruttoinlandsprodukt, BIP) für 2012 von 3,3 Prozent auf 3,23 Prozent nach unten revidiert. Für das kommende Jahr erhöhte man die Schätzungen von 4,2 Prozent auf 4,29 Prozent.

Die Prognosen für die industrielle Produktion blieben mit 2,03 Prozent für 2012 gleich, für 2013 stiegen sie allerdings von 4 auf 4,05 Prozent.

Die Voraussagen für das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung des öffentlichen Sektors und des BIP glich man von 36,14 Prozent auf 36,2 Prozent für das laufende Jahr und für nächstes Jahr von 34,79 Prozent auf 35 Prozent an.

Was die Aussichten für den US-Dollar am Ende des Jahres betrifft, so stiegen diese von 1,75 Reais auf 1,76 Reais. Für Ende 2013 blieb man bei der Voraussage von 1,80 Reais.

Die Prognose für den Handelsüberschuss (positiver Saldo der Exporte abzüglich der Importe) wurde von 19,1 Milliarden US-Dollar auf 19 Milliarden US-Dollar für 2012 angeglichen und blieb für 2013 bei 15 Milliarden US-Dollar.

Für das Defizit von laufenden Transaktionen (Käufe und Verkäufe von Waren und Dienstleistungen Brasiliens im Ausland) erhöhte man die Erwartungen von 68 Milliarden US-Dollar auf 69 Milliarden US-Dollar (2012). Für 2013 bleibt der Wert bei 70 Milliarden US-Dollar.

Die Aussichten für ausländische Direktinvestitionen (Ressourcen, die in den produktiven Sektor des Landes fließen) wurden nicht verändert und blieben bei 55 Milliarden US-Dollar für 2012, für das kommende Jahr wurden sie allerdings von 58,35 Milliarden US-Dollar auf 55 Milliarden US-Dollar revidiert. (ds)