Dieese-Institut untersucht regelmäßig den Wert des brasilianischen Warenkorbs. / Copyright: Wikimedia Commons, 4028mdk09

Der Wert des Warenkorbes, auf Grundlagen dessen die Inflation ermittelt wird, ist im Juni in 15 von 18 untersuchten Städten in Brasilien gesunken, wie das Institut für Statistik und Sozioökonomische Studien der Arbeiterbewegung in Brasilien (DIEESE) berichtet. Die aktuelle Umfrage zeigt, dass die Preise vor allem in Salvador (- 8,05 Prozent), Rio de Janeiro (- 6,71 Prozent) und Fortaleza (- 5,49 Prozent) zurückgegangen sind. In den vergangenen zwölf Monaten waren insbesondere die Städte Salvador, Campo Grande und Belém mit starken Preisanstiegen aufgefallen. Zum Teil lagen die Preisanpassungen bei über zehn Prozent.

São Paulo wies wiederholt auch im Juni den Warenkorb mit dem höchsten Gesamtpreis auf, und zwar von 392,77 Reais. Es folgen Florianópolis (386,10 Reais), Porto Alegre (384,13 Reais) und Rio de Janeiro (368,71 Reais). Dagegen zahlen die Verbraucher am wenigsten in Aracaju (275,42 Reais), Natal (302,76 Reais) und João Pessoa (309,48 Reais). Insgesamt fallen inbesondere die Produkte Rindfleisch, Milch, Kartoffel, Weißbrötchen und Butter durchgehend mit hohen Preisen auf.

Rindfleisch beispielsweise wurde in 16 Städten teurer mit Preisanstiegen zwischen 0,05 Prozent (Brasília) und 4,69 Prozent (Florianópolis). Allein in Fortaleza (- 1 Prozent) und Vitória (- 0,67 Prozent) sind die Preise für Rindfleisch gesunken. In den vergangenen zwölf Monaten stiegen die Rindfleischpreise allerdings in allen Städten zwischen 10,55 Prozent (Vitória) und 24,30 Prozent (Campo Grande). Laut Dieese ist das Fleischangebot weiterhin begrenzt aufgrund des gestiegenen Exportvolumens und den hohen Kosten für die Aufzucht von Kälbern.

Tomaten im Gegenteil sind in vielen Städten günstiger geworden. In Belo Horizonte (- 44,10 Prozent), Rio de Janeiro (- 41,90 Prozent) und Vitória (- 35,66 Prozent) sanken die Tomatenpreise besonders stark. (ls)

Quelle: Agência Brasil