Präsidentin Dilma Rousseff und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton bei einer Tagung der Clinton Stiftung in Rio de Janeiro am gestrigen Montag (09.12.).  /Copyright: Agência Brasil
Präsidentin Dilma Rousseff und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton bei einer Tagung der Clinton Stiftung in Rio de Janeiro am gestrigen Montag (09.12.).  /Copyright: Agência Brasil

Präsidentin Dilma Rousseff und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton bei einer Tagung der Clinton Stiftung in Rio de Janeiro am gestrigen Montag (09.12.). /Copyright: Agência Brasil

Am gestrigen Montag (09.12.) eröffneten die Präsidentin Dilma Rousseff und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton gemeinsam das zweitägige Treffen der Clinton Global Initiative (CGI) Latin American. Auf diesem sollen bis heute Entwicklungsalternativen für den globalen Süden diskutiert werden. Politiker, Unternehmer und Wissenschaftler aus mehreren Ländern suchen nach gemeinsamen Lösungen sozio-ökonomischer Herausforderungen.

Während der Eröffnungsrede hob Clinton die jüngste Entwicklung Brasiliens hervor. Wie die Nachrichtenagentur Agência Brasil berichtet, zollte er der brasilianischen Regierung im Umgang mit den Protesten des vergangenen Junis seine Anerkennung. Während die Regierung in Brasilien den Dialog und Lösungen gesucht habe, endeten die Proteste in Syrien in einem Bürgerkrieg, so Clinton.  Zuletzt mahnte er die Notwendigkeit der Verringerung der Ungleichheit an und lobte das staatliche Programm Bolsa Família zur Unterstützung sehr einkommensschwacher Haushalte.

Präsidentin Dilma Rousseff betonte in diesem Zusammenhang, dass der derzeitige wirtschaftliche Aufschwung im Gegensatz zu den konservativen Regierungen der 80er und 90er Jahre nicht auf Lasten der sozialen Verteilung ging. „Aus der sozialen Beteiligung haben wir einen wesentlichen Faktor für den Anschub unserer Wirtschaft gemacht. Wir haben in diesen Jahren einen eindrucksvollen Markt mit Zugang der Massen zum Konsum geschaffen“, so die brasilianische Regierungschefin. Weiterhin bekräftigte Rousseff während der Veranstaltung, dass Brasilien keine Führungsrolle in der Region einnehme. Man befinde sich in einem Szenarium, in dem es „keinen Platz für hegemoniale Beziehungen“ gebe, so Rousseff. Der Integrationsprozess der Region setze die Souveränität aller beteiligten Länder voraus.

Die CGI ist eine Initiative der Stiftung des ehemaligen Staatschef Clinton, seiner Frau Hillary Tochter Chelsea und findet zum ersten Mal in der Region statt. (ms)