An 19 brasilianischen Schulen wurde das Projekt bereits eingeführt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ralf Roletschek
An 19 brasilianischen Schulen wurde das Projekt bereits eingeführt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ralf Roletschek

An 19 brasilianischen Schulen wurde das Projekt bereits eingeführt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ralf Roletschek

In Rio de Janeiro hat die Einführung digitaler Unterrichtsstunden zu deutlich besseren Schulnoten geführt. In 19 Schulen, die sich der digitalen Unterrichtsplattform Educopédia bedienten, verbesserten sich bei 20 – 30 Prozent der Schüler die Noten.

Educopédia stellt Lehrern Unterrichtspläne, Lehrmaterial und pädagogische Spiele zur Verfügung, die auf der Nutzung digitaler Medien beruhen. Den Lehrern bleibt dabei selbst überlassen, zu welchem Anteil ihr Unterricht aus der Verwendung digitaler Medien besteht. Auf der Plattform können auch die Lehrer selbst Informationen und Unterrichtsinhalte für andere Nutzer bereit stellen. Der Leiter von Educopédia, Rafael Parente, erklärte, dass das Hauptprinzip der Plattform das Teilen von pädagogischen Inhalten sei, die für jeden Interessierten frei zugänglich sind.

Die Kraft der Technologie sei unübersehbar, betont Parente, die Erfahrungen der meisten Lehrer zeigen, dass die Schüler sehr viel aufmerksamer sind, wenn digitale Medien in den Unterricht integriert werden. Für die Lehrerin Carla Aida besteht der größte  Vorteil von Educopédia in den interaktiven Inhalten, die je nach Bedarf auf jede einzelne Klasse und Altersstufe vom Lehrer selbst zugeschnitten werden können.

Das Projekt wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen und wurde zum Großteil von der Stadtverwaltung Rio de Janeiros finanziert. Insgesamt musste die Stadt Rio de Janeiro und die Bundesregierung in Brasília 20,1 Millionen Reais (rund 7,7 Millionen Euro) aufbringen. In naher Zukunft wollen sich auch die Bundesstaaten Bahia und Pernambuco an Educopédia beteiligen und deren Inhalte in den Schulen integrieren. (sg)