Rio de Janeiro eröffnet Tabaklaboratorium

14.08.2012 | Politik |
Jährlich sterben in Brasilien 200.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Lonestar84

Jährlich sterben in Brasilien 200.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Lonestar84

In Rio de Janeiro wurde gestern (13.8.) das Labor für Tabak und dessen Nebenprodukte (Laboratório de Tabaco e Derivados, kurzLatab) von der Nationalen Behörde für Gesundheitsüberwachung (Agência Nacional de Vigilância Sanitária, kurz: Anvisa) und von dem Nationalen Institut für Technologie (Instituto Nacional de Tecnologia, kurz: INT) eröffnet. Das Labor soll vor allem dem Nationalen Kontrollprogramm für Tabakmissbrauch (Programa Nacional de Controle do Tabagismo) dienen.

Der Direktor der Anvisa, Agenor Alvares, erklärte, dass die Hauptaufgabe des Latab darin bestehen werde, die Industrie zu überwachen. Die Anvisa gebe Inhalte und exakte Mengen vor, die in Zigarren, Zigaretten und sonstigen Tabakprodukten enthalten sein dürfen. Ob dies von der Tabakindustrie befolgt werde, liege nun an der Kontrolle des Latab, so Alvares. Außerdem sollen negative Effekte von Tabakmissbrauch und damit zusammenhängende Krankheiten weiter erforscht werden. In Brasilien sterben derzeit jährlich 200.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

Das Latab ist weltweit das sechste Labor seiner Art und das erste in Lateinamerika. Die brasilianische Regierung investierte vier Millionen Reais (rund 1,6 Millionen Euro) in das Labor und konsolidiert damit Brasiliens weltweite Führung in der Kontrollpolitik für Tabakprodukte.

Für  Luiz Santini, dem Generaldirektor des Nationalen Instituts für Krebsforschung (Instituto Nacional do Câncer, kurz: Inca) bedeutet die Eröffnung des Laboratoriums einen weiteren Fortschritt in die richtige Richtung. Er sagte seine Unterstützung zu und hofft, dass die Politik die Ergebnisse des Labors zu nutzen wisse. (sg)


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