Mit der neuen Kampagne Lixo Zero sollen Rio de Janeiros Straßen sauberer werden / Copyright: Regierung Rio de Janeiro
Mit der neuen Kampagne Lixo Zero sollen Rio de Janeiros Straßen sauberer werden / Copyright: Regierung Rio de Janeiro

Mit der neuen Kampagne Lixo Zero sollen Rio de Janeiros Straßen sauberer werden / Copyright: Regierung Rio de Janeiro

Die Stadt Rio de Janeiro hat gestern im Rahmen des Programms Lixo Zero („Kein Müll“) damit begonnen, Geldbußen für Personen zu verhängen, die ihren Müll an falschen Orten entsorgen und beispielsweise einfach auf die Straßen werfen. Die Geldbußen belaufen sich von 157 Reais bis 3.000 Reais (ca. 48,8 bis 932,5 Euro).

Die Aktion begann in der Frühe im Zentrum der Stadt und soll bald auch in anderen Stadtvierteln, vor allem im Süden und Norden Rio de Janeiros durchgeführt werden. Dafür sind 58 Teams in Einsatz, bestehend aus Straßenkehrern, Stadtaufsehern und Polizeibeamten, die durch die Stadt gehen und für mehr Ordnung sorgen wollen.

Bei einem Verstoß gegen die neue Verordnung wird die entsprechende Person vom Straßenkehrer darüber informiert. Die Person muss die persönliche brasilianische Prüfnummer CPF (Cadastro de Pessoas Físicas) vorlegen, der Polizeibeamte händigt schließlich den Strafbescheid aus. Der Bürger muss danach per Internet ein Bankformular ausdrucken, um die Geldbuße zu zahlen. Auch besteht das Risiko, dass der Name der Person registriert wird.

Wenn die Person kein Dokument mit CPF-Nummer zur Verfügung hat, soll der Personalausweis ausgehändigt und die CPF-Nummer mündlich angegeben werden. Mittels Computer wird die Richtigkeit der Angaben schließlich geprüft. Wenn sich der Mitbürger weigert, jegliche Dokumente vorzulegen, wird er auf die nächste Polizeiwache abgeführt. (ds)