Rio de Janeiro: Kampagne für mehr Blutspenden

03.08.2012 | Politik |
In Rio de Janeiro liegt der Anteil an Blutspendern bislang lediglich bei 1,87 Porzent / Copyright: Agência Brasil

In Rio de Janeiro liegt der Anteil an Blutspendern bislang lediglich bei 1,87 Porzent / Copyright: Agência Brasil

In Rio de Janeiro begann in dieser Woche die Kampagne „Leben retten, Tropfen für Tropfen” (Salvando Vidas, Gota a Gota), die die Einwohner Rio de Janeiros für Blutspenden sensibilisieren soll. Dabei handelt es sich um eine Initiative der Nichtregierungsorganisation Viva Rio (wörtlich: Es lebe Rio) und dem Transportunternehmen MetrôRio.

Die Koordinatorin von Viva Rio, Cibele Dias, erklärte, dass die Kampagne den gesamten August laufen werde und dass auf den Bildschirmen in den Metrostationen Videos gezeigt werden, die das Motto der Kampagne thematisieren: „Keiner ist so arm, dass er nicht spenden kann – keiner so reich, dass er nicht annehmen kann” (Ninguém é tão Pobre que não possa Doar e nem tão Rico que não possa Receber). Darüber hinaus werden Informationsstände in der gesamten Stadt aufgebaut, die das Prinzip des Blutspendens erklären sollen. Sieben Krankenhäuser beteiligen sich an der Kampagne und bieten kostenlose Transporte für Blutspender an.

Bislang gebe es drei Probleme, die die Menschen vom Blutspenden abhalten würden, so Cibele Dias, zum einen die Entfernung zu einem Krankenhaus, zum anderen der Mangel an Informationen über den Vorgang des Blutspendens. Zuletzt sei vielen Brasilianern die Notwendigkeit nicht bewusst, betont Dias, dabei gebe es bislang kein Medikament, dass das menschliche Blut ersetzen könne.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation spenden weltweit drei bis fünf Prozent der Menschen Blut. In Rio de Janeiro liegt der Wert momentan bei 1,87 Prozent. Dieser soll durch die Kampagne deutlich erhöht werden. (sg)


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