Im Bundesstaat Rio de Janeiro wurde eine neue Krokodilart entdeckt / Copyright: Agência Brasil
Im Bundesstaat Rio de Janeiro wurde eine neue Krokodilart entdeckt / Copyright: Agência Brasil

Im Bundesstaat Rio de Janeiro wurde eine neue Krokodilart entdeckt. / Copyright: Agência Brasil

Gestern (15.01.) präsentierten Forscher vom brasilianischen Geologieinstitut CPRM (Serviço Geológico do Brasil) in Rio de Janeiro eine neu entdeckte Krokodilart. Basis der Forschungsergebnisse war ein vor 70 Jahren in der Gemeinde Itaboraí gefundenes Fossil. Als naher Verwandter der Alligatoren und Krokodile soll dieses Reptil eines der ältesten des Bundesstaates sein.

Bei der neuen Krokodilart, der sogenannten sahitischus fluminensis, handelt es sich um eine Art, die nur auf dem Land lebte, eine Größe von 1,2 Metern erreichen konnte und eine Länge von zwei Metern. Sie ernährte sich vor allem von kleinen Säugetieren wie Beuteltieren, für die die Kalksteinregion São José weltweit bekannt sind.

Die Krokodilart konnte zwar die Dinosaurier überleben, sie starb allerdings Millionen von Jahren danach aus, ohne Nachkommen zu hinterlassen. Die Gründe für das Aussterben sind noch nicht bekannt. Vermutungen sind laut des Paläontologen André Pinheiro zum einen, dass die Spezies den klimatischen Veränderungen der Zeit nicht standhalten konnte. Zum anderen könnte die Konkurrenz der fleischfressenden Säugetiere, die im Miozän vor 23 Millionen Jahren aus Nordamerika kamen, ein Grund sein.

Das Fossil der Spezies wurde in den 40er-Jahren entdeckt, als das Unternehmen Portland Mauá in der Gegend Kalkstein abbaute. Da diese Gegend paläontologisch von großer Bedeutung war, wurden die Arbeiten von der Abteilung für Mineralproduktion begleitet, um die Fossile zu identifizieren. Bis 2011 bewahrte man den Fund allerdings im Wissenschaftsmuseum auf. Erst danach konnten die Untersuchungen am Fossil mit Hilfe einer finanziellen Unterstützung in Höhe von 8.000 Reais beginnen. (ds)