Durch das Projekt soll allen Brasilianern der Zugang zu Literatur ermöglicht werden / Copyright: Agência Brasil
Durch das Projekt soll allen Brasilianern der Zugang zu Literatur ermöglicht werden / Copyright: Agência Brasil

Durch das Projekt soll allen Brasilianern der Zugang zu Literatur ermöglicht werden / Copyright: Agência Brasil

Das Projekt Mais Leitura (wörtlich: Mehr Lektüre) will wirtschaftlich schwachen Brasilianern den Kauf von Büchern zu fairen Preisen ermöglichen und damit das Lesen insgesamt fördern. Im normalen Handel sind die Kosten für Bücher relativ hoch und nur für einen bestimmten Teil der brasilianischen Gesellschaft zu bezahlen.

In Bundesstaat Rio de Janeiro im Süden Brasiliens startete in dieser Woche ein Lastkraftwagen als mobiler Buchladen. Bis zu 10.000 Bücher transportiert der behindertengerechte Lkw und verfügt außerdem über Computer mit Internetzugang.

Bislang gibt es in dem Bundesstaat bereits drei fixe Buchläden, die Bücher zwischen zwei und vier Reis (rund 0,60 – 1,20 Euro) zum Verkauf anbieten. In den letzten beiden Jahren wurden in diesen rund 600.000 Bücher verkauft. Das Projekt, das im Jahr 2011 seinen Anfang nahm ist ein gemeinsames Projekt der Regierung und der staatlichen Presse. Mehr als 40 Verleger haben seit Beginn ihre Bücher zu diesen geringen Preisen zur Verfügung gestellt.

Der Präsident des Projekts Haroldo Zager erklärte, dass man durch den mobilen Buchladen künftig weitere vier Millionen Personen im gesamten Bundesstaat erreichen wolle. Erste Anlaufpunkte des Lkws sind die Favelas Rocinha und Manguinhos. Ziel des Projekts seien mindestens zwei Besuche jeder einzelnen Kommune Rio de Janeiros pro Jahr.

Die Staatssekretärin für Kultur Adriana Rattes ist sich sicher, dass dieses Projekt die kulturelle Landschaft des Bundesstaates in den nächsten Jahren positiv verändern werde. (sg)