Die soziale Ungleichheit dunkelhäutiger Kinder und Jugendlicher soll aufgehoben werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, bossa67
Die soziale Ungleichheit dunkelhäutiger Kinder und Jugendlicher soll aufgehoben werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, bossa67

Kinder und Jugendliche sollen nachhaltiges Verhalten lernen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, bossa67

Alle öffentlichen Schulen des Bundesstaats Rio de Janeiro beginnen in diesen Tagen mit den Recycling-Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit, die durch das Programm zur Wiederverwertung von pflanzlichen Ölen (Programa de Reaproveitamento de Óleos Vegetais, kurz: Prove) vorgeschlagen wurden. Das Öl soll im Rahmen des Programms zur Produktion von Seife oder als Basis zur Herstellung von alternativer Energie gebraucht werden.

In einer ersten Phase sollen zehn Schulen im Stadtgebiet Rio de Janeiros an dem Projekt teilnehmen. Jede Schule bekommt durch das Projekt einen Auffangbehälter für Öl zur Verfügung gestellt – sogenannte Ecopunkte. Dort können alle Bürger ihr nicht mehr zum normalen Gebrauch verwendbares Öl abgeben. Gleichzeitig können sich die brasilianischen Bürger auch über die Weiterverwendung von Restöl informieren und bei Interesse an dem Projekt teilhaben.

Die Schule Brigadeiro Schorcth, die bereits einen Testlauf zur Herstellung von Biodiesel aus pflanzlichem Restöl durchlaufen hat, konnte mit dem produzierten Biodiesel die Südamerikareise von drei Lehrern der Schule bewerkstelligen. Ganze 8.000 Kilometer konnte die Lehrkräfte mit dem von ihren Schülern produzierten Diesel zurücklegen und besuchten dabei Uruguay, Chile und Argentinien.

Der Staatssekretär für Umwelt des Bundesstaates Rio de Janeiros erklärte, dass der Großteil des pflanzlichen Öls zur Zeit noch in die Abflüsse gekippt werde. Dies würde geschehen, weil die Menschen das Potential noch nicht kennen würden. Die Aufgabe der Regierung und des Projekts müsse zukünftig sein, über die zahlreichen Möglichkeiten aufzuklären. (sg)