Brasilien kämpft seit langem für eine bessere Müllentsorgung und gegen illegale Halden / Agência Brasil
Brasilien kämpft seit langem für eine bessere Müllentsorgung und gegen illegale Halden / Agência Brasil

Brasilien kämpft seit langem für eine bessere Müllentsorgung und gegen illegale Halden / Agência Brasil

In Rio de Janeiro wurde gestern (09.01.) die erste illegale Mülldeponie offiziell durch das kommunale Sekretariat des Umweltministeriums (Secretaria Municipal de Meio Ambiente) geschlossen. Die Deponie befand sich in Vargem Grande im Westen der Stadt und wurde vor allem zur Entsorgung von Baumaterial und Industrieabfällen genutzt. Täglich luden Lastwagen Tonnen von Müll dort ab und zerstörten so die umliegende Natur und das einzigartige Sumpfgebiet. Bei der Schließung wurden Behälter und Maschinen zur Zerkleinerung des Mülls gefunden und beschlagnahmt.

Entdeckt wurde die illegale Müllhalde durch Flugzeuge des Projekts zur Umweltüberwachung (Projeto de Monitoramento Ambiental Aéreo). Der Biologe Mário Moscatelli, Leiter des Projekts, zeigte sich zwar erfreut über die Schließung der Halde, blickte aber gleichzeitig pessimistisch in die Zukunft. Er befürchtet, dass in dem gleichen Gebiet bereits in wenigen Monaten wieder Müll abgeladen werde. Die lokale Regierung würde der Überwachung nicht nachkommen, erklärte Moscatelli. Außerdem beklagte er das allgemein mangelnde Eingreifen der Stadtverwaltung.

Tiago Mohamed, der Bürgermeister der Kommunen Barra und Jacarepaguá, will den Bericht des Biologen Moscatelli zukünftig dazu nutzen, bessere Maßnahmen zu treffen, um eine illegale Müllablagerung zu vermeiden. Die Ergebnisse werden außerdem der Landesregierung vorgestellt und an die Delegation zum Umweltschutz (Delegacia de Proteção ao Ambiente) weitergegeben, damit diese die aktiven Umweltprojekte unterstützen. (sg)