Die Stadt Rio will ihr Müllproblem in den Griff kriegen / Copyright: Wikipedia
Die Stadt Rio will ihr Müllproblem in den Griff kriegen / Copyright: Wikipedia

Die Stadt Rio will ihr Müllproblem in den Griff kriegen / Copyright: Wikipedia

Bis zum Jahr 2016 will die Regierung der Stadt Rio de Janeiro mindestens 25 Prozent des Mülls trennen. In diesem Jahr sollen deswegen Maßnahmen ins Leben gerufen werden, die zum Ziel dieses Plans führen sollen.

In drei Monaten soll zunächst eine  Mülltrennungsanlage (Central de Triagem) im Stadtteil Irajá in Betrieb genommen werden. 50 Millionen Reais (rund 19 Millionen Euro) hat die Anlage gekostet. Zur Finanzierung der Anlage steuerte die Nationale Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social, kurz: BNDES) allein 22 Millionen Reais (rund 8,4 Millionen Euro) bei. Weitere 28 Millionen Reais (rund 10,7 Millionen Reals) wurden von der Städtischen Gesellschaft für urbane Sauberkeit (Companhia Municipal de Limpeza Urbana, kurz: Comlurb) bereit gestellt.

Jorge Otero, Mitarbeiter der Comlurb, erklärte, dass die Anlage den Abfall der Stadtteile Irajá, Marechal Hermes und Deodoro werde trennen können. Insgesamt sollen außerdem neun Müllwagen zum Einsammeln des Abfalls in den Vierteln eingesetzt werden. Den Straßenkehrern, die in den Vierteln arbeiten werden, kommt zusätzlich die Aufgabe hinzu, Hauseigentümer zu verwarnen oder nötigenfalls mit einer Geldstrafe abzumahnen, sollte sich wiederholt Müll vor deren Häusern befinden.

Die Trennungsanlage in Irajá wird die erste von sechs weiteren Anlagen sein, die im Stadtgebiet Rio de Janeiros installiert werden sollen. Mindestens eine weitere soll bereits in diesem Jahr in Betrieb genommen werden. Diese soll dann den südlichen Teil der Stadt bedienen. (sg)