Laut Finanzsekretariat liegen die Schulden bei 1,2 Milliarden Reais. / Copyright: Wikimedia Commons, Chensiyuan

Die Gesamtschulden von Rio de Janeiro aufgrund von Lieferantenrechnungen haben eine Summe von 1,2 Milliarden Reais erreicht, wie das Sekretariat für Finanzen des Staates Rio de Janeiro in einer Mitteilung vermeldete. Dabei sind alle Bereiche der Regierung des Bundeslandes betroffen. Der Abgeordnete Luiz Paulo Corrêa da Rocha (PSDB) geht in einem Bericht allerdings von einer Summe von 2,4 Milliarden Reais aus, das Sekretariat nahm dazu bislang nicht Stellung.

Die Zahlungen der Rechnungen werden nur mit Verzögerung geleistet. Gründe dafür sind laut Sekretariat die Belastungen der Konten durch den Rückgang der internationalen Öl- Preise, die Verlangsamung der brasilianischen Wirtschaft und die Petrobras-Krise. „Es lohnt in diesem Zusammenhang zu betonen, dass 80 Prozent der Aktivitäten von Petrobras auf Rio de Janeiro konzentriert sind.“

Die Behörde stellte klar, dass die Regierung beabsichtige, die Schulden zu stabilisieren. „Die Unternehmen haben bereits erste verspätete Zahlungen erhalten. Außerdem werden alle über die neuen Zahlungsperspektiven informiert.“ Sekretariatsvertreter versprachen zudem einen Zeitplan für die Zahlungen der „offenen Verpflichtungen“ an Lieferanten herauszugeben.

Der Gouverneur Luiz Fernando Pezão will neben den Dienstleistungen in erster Linie die Zahlungen im Gesundheitsbereich, der Bildung und Sicherheit priorisieren. (ls)

Quelle: Agência Brasil