Am ersten Juli wurde die Landschaft Rio de Janeiro von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Breogan67
Am ersten Juli wurde die Landschaft Rio de Janeiro von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Breogan67

Am ersten Juli wurde die Landschaft Rio de Janeiro von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Breogan67

Die Stadtverwaltung Rio de Janeiros veröffentlichte dieses Wochenende zwei neue Verordnungen, die unter anderem den Schutz der Umwelt und der kulturellen Flächen der Stadt (Áreas de proteção da ambiência cultural, kurz: Apacs) festlegen sollen. Dies ist eine Reaktion Rios auf die Ernennung zum Weltkulturerbe durch die Unesco. Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur hatte die Landschaft Rio de Janeiros in der letzten Woche zum Weltkulturerbe erklärt.

Im Rahmen dieser neuen Verordnungen ernannte die Stadtverwaltung Rios vier weitere Gebiete zu Schutzgebieten, darunter der Parque de Flamengo, der Urwald von Tijuca, die Küste der Copacabana und der Zuckerhut. Die Menschen hätten in diesen Gebieten schon enorm eingegriffen, so Pedro da Luz Moreira, Vizepräsident des Instituts für Architekten Brasiliens. Es sei notwendig, dass man die Menschen für die Landschaft Rios sensibilisiere, erklärt der Architekt, so könne man deren Situation verbessern und noch mehr von ihr profitieren. Man wolle zwar die einmalige Landschaft Rio de Janeiros erhalten, aber man dürfe die Entwicklung der Stadt nicht behindern. Beides müsse nebeneinander existieren können, betont Moreira. Um dies zu erreichen, seien weitere Maßnahmen und Diskussionsrunden nötig, damit man umfassende Ziele formulieren könne und die besten und nachhaltigsten Lösungen für Rio finde.

Rio de Janeiro will neben neuen Schutzverordnungen auch einen kommunalen Fonds zur Erhaltung des kulturellen Erbes (Fundo Municipal de Conservação do Patrimônio Cultural) ins Leben rufen, der mit finanziellen Mitteln der Stadtverwaltung finanziert werden soll. (sg)