Gestern fand in Rio de Janeiro eine weitere Demonstration gegen die hohen Ausgaben für die Fußball-WM statt / Copyright: Agência Brasil
Gestern fand in Rio de Janeiro eine weitere Demonstration gegen die hohen Ausgaben für die Fußball-WM statt / Copyright: Agência Brasil

Am vergangenen Sonntag fand in Rio de Janeiro eine weitere Demonstration gegen die hohen Ausgaben für die Fußball-WM statt. / Copyright: Agência Brasil

Die Demonstrationen während der derzeit stattfindenden Fußball-WM gehen weiter. Erst am vergangenen Sonntag (06.07.) fand am Strand der Copacabana in Rio de Janeiro ein erneuter Protest statt, der die hohen Ausgaben für die Sportgroßveranstaltung kritisierte sowie die Verletzung der Menschenrechte während der Vorbereitungen auf das Event. Die Demonstration wurde von der NGO Rio de Paz (etwa „Rio des Friedens“) an den Stränden gegenüber dem Hotel Copacabana Palace organisiert, wo ein Teil des FIFA-Teams untergebracht ist.

Laut Antônio Costa, Mitglied von Rio de Paz, wolle man die Aufmerksamkeit der Brasilianer und der Welt auf sich ziehen, um die Widersprüche zwischen den milliardenschweren Ausgaben und dem, was das Land schließlich zurückerhält, zeigen. Auf der Demonstration wurden unter anderem Symbole wie Schaufensterpuppen in brasilianischem Trikot mit verbundenen Augen und Fußbälle mit roten Kreuzen in die Höhe gehalten.

„Wir wollen der Regierung, der FIFA und der Welt sagen, dass wir nicht dumm sind. Die WM ist gelaufen und war sensationell, wir haben die Touristen mit Respekt behandelt, aber wir sind nicht blind. Die WM wurde mit dem Geld des Volkes organsiert und die FIFA fährt mit einem Umsatz von 4,5 Milliarden US-Dollar wieder nach Hause. Sie hinterlässt magere Investitionen in unser Land, ohne irgendwelche Steuern zu zahlen“, so Costa. (ds)