Rio de Janeiro trägt den Unesco-Titel "Weltkulturerbe" und zwei weitere verantwortungsvolle Titel / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ramon
Rio de Janeiro trägt den Unesco-Titel "Weltkulturerbe" und zwei weitere verantwortungsvolle Titel / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ramon

Rio de Janeiro trägt den Unesco-Titel „Weltkulturerbe“ und zwei weitere verantwortungsvolle Titel / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Ramon

Die Landschaft Rio de Janeiros wurde kürzlich von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Damit ist sie die erste Stadt, die diesen Titel in der Kategorie kulturelle städtische Landschaft erhält. Der Umweltminister Rio de Janeiros, Carlos Minc, sagte gestern (04.07.), dass dieser Titel viel Freude bringe, aber auch mit großer Verantwortung verbunden sei.

Carlos Minc betonte, dass der Bundesstaat Rio de Janeiro bereits zwei wichtige Titel inne habe. Rio ist zum einen der brasilianische Bundesstaat, der sich am meisten für den Schutz des Küstenregenwaldes (Mata Atlântica) einsetzt – weniger als ein Quadratkilometer des Küstenregenwaldes wird zu Abholzung frei gegeben. Andererseits ist Rio de Janeiro der erste Bundesstaat Brasiliens, der Müllhalden unter freiem Himmel abgeschafft hat. Unter anderem wurde die Müllhalde in Gramacho geschlossen, die als größte Müllhalde ganz Lateinamerikas galt.

Der neue Titel der Unesco erlege Rio de Janeiro viel Verantwortung auf, betont Minc, die gesamte Bevölkerung und die Regierung Rio de Janeiros sähen sich neuen Herausforderungen gegenüber gestellt. Unter anderem müssten die Strände sauber gehalten werden, in den Favelas müsse eine Kanalisation angelegt werden und ein Recyclingsystem müsse man etablieren. Dies sei nur eine Auswahl an Anforderungen, denen Rio nun gerecht werden müsse.

Um die Sauberkeit der Strände zu gewährleisten, wurde bereits das Programm Cena limpa (wörtlich: Saubere Bühne) ins Leben gerufen. Im Rahmen des Programms wurden bereits sechs Strände (Leme, São Conrado, Leblon, Ipanema, Urca, Praia da Bica) gesäubert und aufgebessert. In einem zweiten Durchgang sollen nun sechs weitere Strände (unter anderem Copacabana, Paquetá und Praia da Barra da Tijuca) gereinigt werden. (sg)