Der Nordosten leidet alljährlich an enormem Wassermangel / Copyright: Wikimedia Creative Commons, José Reynaldo da Fonseca
Im Rahmen des neuen Waldgesetzes sollen seltene Pflanzen geschützt und erhalten werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, José Reynaldo da Fonseca

Im Rahmen des neuen Waldgesetzes sollen seltene Pflanzen geschützt und erhalten werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, José Reynaldo da Fonseca

Landwirte im Bundesstaat Rio de Janeiro haben seit gestern (10.12.) die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung für den Anbau und Schutz selten gewordener brasilianischer Pflanzenarten zu erhalten. Dies teilte das Referat des Umweltministeriums gestern mit.

In Zusammenarbeit mir der Stadtverwaltung Rio de Janeiros wurde im letzten Jahr das Programm „Grüne Unterstützung Rio de Janeiros“ (Bolsa Verde do Rio de Janeiro, kurz: BVRio) entwickelt. Das BVRio wurde im Zuge des neuen Waldgesetzes (Código Florestal) ins Leben gerufen, welches vorschreibt, dass jeder Landbesitzer eine Fläche seines Grundstücks mit einheimischen brasilianischen Pflanzenarten kultivieren muss.

Um die Landbesitzer und Bauern durch das neue Gesetz nicht in finanzielle Bedrängnis zu bringen, bekommen sie zukünftig im Rahmen einer Online-Plattform die Möglichkeit, Anteile ihrer Felder, die mit einheimischen seltenen Pflanze bewirtschaftet werden, virtuell an Interessierte zu verkaufen. Dadurch entsteht eine Art Patenschaft für gefährdete Arten. Der Präsident des BVRio Pedro de Moura Costa erklärte, dass man durch das Programm eine günstige und effiziente Möglichkeit gefunden habe, die neue Gesetzgebung möglichst schnell umzusetzen.

Costa erläuterte außerdem, dass sich in der ersten Dezemberwoche bereits 300 Landwirte in der Online-Plattform registriert hätten und dass sich, wie in einem richtigen Markt, der Preis über Angebot und Nachfrage einpendeln werde. Sollte das Programm erfolgreich sein, wird man die Durchführbarkeit in anderen brasilianischen Bundesstaaten testen. (sg)