Rio de Janeiro: Weil Züge des Metrobetreibers Metrô Rio während des Weltjugendtages stillstanden, muss Metrô Rio nun umgerechnet 370.000 Euro Bußgeld zahlen. /Copyright Agência Brasil
Rio de Janeiro: Weil Züge des Metrobetreibers Metrô Rio während des Weltjugendtages stillstanden, muss Metrô Rio nun umgerechnet 370.000 Euro Bußgeld zahlen. /Copyright Agência Brasil

Rio de Janeiro: Weil Züge des Metrobetreibers Metrô Rio während des Weltjugendtages stillstanden, muss Metrô Rio nun umgerechnet 370.000 Euro Bußgeld zahlen. / Copyright: Agência Brasil

Die beiden privaten Betreiberfirmen der Metro- und S-Bahnlinien in Rio de Janeiro, MetrôRio und Supervia, sind wegen Unterbrechungen des Zugverkehrs sowie Zugausfällen von der staatlichen Bahnaufsicht (Agência reguladora de transportes do Rio, kurz: Agetransp) zu Strafgeldern von insgesamt 1,2 Millionen Reais (etwa 370.000 Euro) verurteilt worden. Die Entscheidung fiel am gestrigen Donnerstag (06.2.14). Für einen mehrstündigen Stillstand des Bahnverkehrs während des katholischen Weltjugendtags im Juli vergangenen Jahres habe MetrôRio ein Bußgeld von einer Million Reais (circa 300.000 Euro) zu zahlen, wie die Tageszeitung Estado de São Paulo berichtet. Supervia sei zu vier Strafen von über einer Viertelmillion Reais (circa 70.000 Euro) verurteilt worden.

Am 23. Juli 2013 war der Verkehr der Linien 1 und 2 während zwei Stunden unterbrochen. Wie es heißt, sei das lose Ende eines Versorgungskabels am Bahndamm mit einer vorbeifahrenden Bahn in Berührung gekommen und habe einen Kurzschluss im gesamten U-Bahnnetz verursacht. In dem Verfahren führte die Firma MetrôRio gegenüber der Agetransp an, dass die Verantwortung hierfür beim Unternehmen Siemens liege. Der deutsche Konzern sei schließlich für die Instandhaltung der Trassen verantwortlich. Für den Verantwortlichen der Bahnbehörde Arthur Bastos jedoch, haftet der Bahnkonzern für die Subunternehmen. Zudem führte Bastos an, sei die Unterbrechung von zwei Stunden und zwanzig Minuten ein zu langer Zeitraum, zumal eine Veranstaltung mit Millionenpublikum in Rio de Janeiro stattfand, wie die Zeitung berichtet.

Das Unternehmen Supervia wurde dafür bestraft, den Bahnreisenden erlaubt zu haben, auf offener Strecke auszusteigen, als die Bahn kaputt war. Das Leben der Reisenden sei unnötig in Gefahr gebracht worden, so Agetransp. (ms)