Das Unternehmen Nestlé setzt trotz der Inflation auf zweistelligen Wachstum in diesem Jahr. Nestlé engagiert sich seit Jahren in Brasilien, wie hier bei der Eröffnung eines neuen Werkes in Bahia im Jahr 2007 mit dem damaligen Präsidenten Lula da Silva. / Copyright: Wiki Commons: Ricardo Stuckert
Das Unternehmen Nestlé setzt trotz der Inflation auf zweistelligen Wachstum in diesem Jahr. Nestlé engagiert sich seit Jahren in Brasilien, wie hier bei der Eröffnung eines neuen Werkes in Bahia im Jahr 2007 mit dem damaligen Präsidenten Lula da Silva. / Copyright: Wiki Commons: Ricardo Stuckert

Das Unternehmen Nestlé setzt trotz der Inflation auf zweistelligen Wachstum in diesem Jahr. Nestlé engagiert sich seit Jahren in Brasilien, wie hier bei der Eröffnung eines neuen Werkes in Bahia im Jahr 2007 mit dem damaligen Präsidenten Lula da Silva. / Copyright: Wiki Commons: Ricardo Stuckert

Am gestrigen Donnerstag gab der Vorstandsvorsitzende von Nestlé Brasilien, Juan Carlos Marroquín, den Erwerb einer weiteren Wasserquelle und den Bau einer neuen Abfüllstation für Mineralwasser im Bundesstaat Rio de Janeiro bekannt. Vom brasilianischen Markt verspricht sich Nestlé trotz der hohen Inflation, die auf den Konsum drückt, zweistellige Wachstumszahlen.

Wie Marroquín mitteilte, konstatiere Nestlé in Ländern wie Brasilien ein besonders Wachstumspotential. Er erwarte ein wichtiges Wachstums, das weit über dem BIP liege. Insbesondere auf dem Getränkemarkt verspricht sich Nestlés Präsident in diesem Jahr eine sehr starke Zunahme. Man befinde sich in einem guten Wirtschaftssektor, mit weniger Glamour als in anderen Industrien. Doch man verfüge über starke Marken und vor allem sei die Abhängigkeit zwischen Wachstum und Inflation viel geringer als in anderen Sektoren der Wirtschaft. „Wenn wir nah am Markt, an den Kunden und Zubringern sind, läuft es gut“, fasste Marroquín die Prognosen zusammen. Zwar drücke die Inflation den Verbrauch, doch seien Lebensmittel davon weitgehend unbehelligt.

In diesem Sinne wurde gestern in der Stadt Silva Jardim im Bundesstaat Rio de Janeiro der Grundstein für die Abfüllstation von Mineralwasser gelegt, die ab August dieses Jahres produzieren werde. Das Vorhaben sieht insgesamt Investitionen in Höhe von 117 Millionen Reais (rund 45 Millionen Euro) in den kommenden fünf Jahren vor. Details zur Anlage wollte Marroquín nicht bekannt geben, doch bestätigte er, dass „es eine strategische Investition in unserem zweitgrößten Markt ist, der oberhalb der Durchschnittswerte des Landes wächst“. Der Markt für Wasser wuchs in den vergangenen um circa 14 Prozent. Zu Nestlé Mineralwasser gehören unter anderem Marken wie Petrópolis, Danone und São Lourenço. (ms)