Rio de Janeiro will zusammen mit Unternehmen und Forschung ein Untersee-Cluster zur Förderung von Öl und Gas gründen. / Copyright: Wikimedia Commons, chensiyuan
Rio de Janeiro will zusammen mit Unternehmen und Forschung ein Untersee-Cluster zur Förderung von Öl und Gas gründen. / Copyright: Wikimedia Commons, chensiyuan

Rio de Janeiro will zusammen mit Unternehmen und Forschung ein Untersee-Cluster zur Förderung von Öl und Gas gründen. / Copyright: Wikimedia Commons, chensiyuan

In Rio de Janeiro ist der Grundstein für die Entwicklung des Untersee-Cluster gelegt. Das Projekt wird Herstellung von Unterwasserausrüstung und Dienstleister zur Gewinnung von Öl und Gas im Bundesstaat zusammenbringen. Internationale Lieferanten haben bereits ihre Teilnahme zugesagt, darunter FMC Techologies, GE Wellstream sowie NOV, neben Forschung- und Entwicklungszentren von Halliburton, Schlumberger und Baker Hugues, im Technologiepark der staatlichen Universität von Rio de Janeiro im nördlichen Teil der Stadt.

Für das Projekt haben sich das bundesstaatliche Sekretariat für Wirtschaftsentwicklung, Energie, Industrie und Dienstleistungen (Sedeis), die nationale Organisation für die Ölindustrie (Onip) und das Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel (MDIC) zusammengeschlossen. Die Sekretärin für Produktionsentwicklung des MDIC, Heloisa Menezes, berichtete, dass das Ministerium 800.000 Reais in das Projekt investieren wird, von der Onip sollen weitere 320.000 Reais kommen.

„Das Ministerium erkennt die aktuellen Möglichkeiten Brasiliens, im Bereich von Öl und Gas, wobei es nicht nur um eine Frage der Energie geht, sondern auch um eine Chance für die Industriepolitik und die industrielle Entwicklung im Land, als Anbieter von Gütern und nationaler Technik, als Anbieter von Dienstleistungen. Zudem ist es eine besondere Möglichkeit für eine internationalisierte technologische Entwicklung im Land“, sagte Menezes im Gespräch mit der brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil.

Innerhalb von 18 Monaten soll das Projekt abgeschlossen sein und fünf Zielen folgen. In der Anfangsphase werden die Unternehmen auf der ersten Versorgungsebene der Produktionskette an einer Einschätzung teilnehmen, wie das Cluster gestaltet werden soll. „Zu Beginn werden wir diese Methodik zusammen mit den Unternehmen definieren. Wie wir die Kette der Subanbieter gestalten wollen, ob es einen definierten Bereich für Anbieter gibt oder nicht, gemeinsame Logistik- und Lagerkonzepte“, erklärte Luiz Medonça von der Onip. (ls)