In Queimados entsteht das erste multimodale Terminal für den Güterverkehr in Rio. / Copyright: Wikimedia Commons, Junius
In Queimados entsteht das erste multimodale Terminal für den Güterverkehr in Rio. / Copyright: Wikimedia Commons, Junius

In Queimados entsteht das erste multimodale Terminal für den Güterverkehr in Rio. / Copyright: Wikimedia Commons, Junius

Die Regierung von Rio de Janeiro hat entschieden, die Nutzung der Schiene für den Güterverkehr wieder aufzunehmen. Am vergangenen Mittwoch kündigte sie den Beginn von Bauarbeiten für das erste multimodale Eisenbahn-Terminal des Staates an. Damit soll eine Alternative geschaffen werden, um den Verkehr auf den wichtigsten Autobahnen zu entlasten und die Industrie mit den eigenen Häfen zu verbinden.

Das spezielle Terminal entsteht zu einem Preis von 240 Millionen Reais in der Gemeinde von Queimados in der Region Baixada Fluminense, mit einer Kapazität für den Transport von 2 Millionen Tonnen hochwertiger Produkte wie aus der Petrochemie, Textilien und Automobile.

Laut Auskunft der Untersekretärin Dulce Angela Arouca von der Abteilung für wirtschaftliche Entwicklung des Bundesstaates Rio wurde Queimados ausgewählt, weil die Stadt in strategisch guter Näher zur Arco Metropolitano liegt – eine geplante Schnellstraße, die noch vor der Fußball-WM eingeweiht werden soll und die die städtischen Gemeinden verbindet, ohne dass die Fahrzeuge selbst die Städte durchfahren müssen. So wird es möglich sein die Gemeinden von Itaboraí, wo sich der Sitz des Petrochemie-Komlexes von Rio de Janeiro (Comperj) befindet, mit dem Hafen von Itaguaí zu verbinden.

Den Schienenverkehr wieder zu beleben ist sehr wichtig, da es um den Transport von hochwertigen Gütern geht, sowie Wohlstand und Arbeitsplätze“, erklärte Dulce. Ihr zufolge ist das gesamte Eisenbahnnetz bereits vorhanden und muss nur für den Einsatz im großen Maßstab wieder aktiviert werden.

Das neue multimodale Terminal wird auch Einfluss auf die Gemeinden Nova Iguaçu und Japeri haben, die genauso wie Queimados einen der geringsten Human Development Indexe von Rio aufweisen. In diesen Gemeinden sollen in Zukunft 1,3 Millionen Fachkräfte unter Arbeitsvertrag genommen werden.

Geplant ist, dass das neue Terminal unter dem Betreiber Muito Logística Multimodal in 2015 seine Arbeit aufnimmt, mit einer Kapazität zur Verladung von 120.000 Containern und zur Reduzierung des Verkehrs auf den Straßen um rund 100.000 Lkw. (ls)