Logo der Rio+20, UN-Konferenz zu nachhaltiger Entwicklung / Copyright: Vereinte Nationen

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Im dritten Weltnachhaltigkeitsforum  (III Fórum Mundial de Sustentabilidade), welches gestern (22.03.) im brasilianischen Manaus stattfand, war Rio+20 Hauptgesprächsthema. Der Vorstandsvorsitzende der Konferenz der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung (Rio+20), Brince Lalonde, nahm an dem Treffen teil und äußerte seine Zuversicht in Hinblick auf Brasiliens Rolle innerhalb der Konferenz. Entgegen der Prognosen einiger Umweltschützer, die befürchten, dass die Konferenz nicht viel bewirken werde, äußerte Lalonde sich zuversichtlich und versicherte, dass Brasilien der wichtigste Führer der Konferenz sein werde.

Aus der Rio+20 werden, so Lalonde, praktische Strategien für die Bekämpfung der aktuell genutzten – nicht nachhaltigen – Entwicklung hervorgehen. Das Ziel der Rio+20 sei konkret, ein Modell zu finden und dieses in den nächsten drei Jahren zu optimieren, welches Entwicklung nicht nur am Bruttoinlandsprodukt misst.

Kritisiert wurde die Konferenz auch für ihre wenig relevanten Programmpunke in Bezug auf die momentane Weltwirtschaftskrise. Es wurde vor einer „Entleerung“ des Events gewarnt, da andere wichtige Probleme bevorzugt gelöst werden müssten und Staats- und Regierungschefs oder auch ihre Vertreter nicht anwesend sein könnten.

Für Lalonde jedoch besteht die Gefahr einer wenig besuchten Konferenz nicht. Seiner Meinung nach müssen die Regierungschefs anwesend sein, da auch aus ihren Bevölkerungen ein großer Druck ausgeübt wird, Strategien und Aktionspläne für nachhaltige Entwicklung zu entwerfen.

Er warf jedoch ein, dass dieses Streben, nach einer nachhaltigen Entwicklung nicht von korrupten Staaten verfolgt werden könne, da dies ein Widerspruch in sich sei. Dies ist ein bedeutender Grund dafür, warum das Thema Regierungsführung auf der Konferenz diskutiert werden soll. (jv)