Ehemaliger brasilianischer Fußballspieler Romário / Copyright: Agência Brasil

Ehemaliger brasilianischer Fußballspieler Romário / Copyright: Agência Brasil

Gestern (11.10.) wurde Vicente Candido (der Partei PT) mit der Analyse des neuen Gesetzes der Fußball-WM 2014 (Projeto de Lei Geral da Copa de 2014) beauftragt. Der Gesetzesvorschlag müsse in einigen Punkten angepasst werden, um die Rechte der brasilianischen Konsumenten zu gewährleisten, wie zum Beispiel die Gewährung eines ermäßigten Eintritts für Studenten und Rentner, so Candido. Dieser Punkt sei allerdings noch nicht im Vorschlag enthalten.

Des Weiteren verteidigte Candido sein Amt und äußerte sich zur Kritik, dass er die Interessen des Brasilianischen Fußballverbandes CBF (Confederação Brasileira de Futebol, kurz: CBF) nicht angemessen vertreten könne. Er hätte eine starke Verbindung zum Fußball und dies werde sich auf seine Arbeit positiv und nicht negativ auswirken.

Der Abgeordnete Romário (der Partei PSB), der Mitglied der Spezialkommission zur Untersuchung des neuen Gesetzesentwurfs und ehemaliger brasilianischer Fußballspieler ist, teilte mit, dass er sich dafür stark machen werde, dass Studenten, Rentner sowie Menschen mit Behinderungen ermäßigten Eintritt zur WM 2014 erhalten.

Romário halte diesen Punkt für extrem wichtig, hob aber hervor, dass es Probleme bei dessen Durchsetzung geben werde, da er bisher noch nicht im Gesetzestext verankert sei. Der Abgeordnete habe das Gefühl, dass obwohl die FIFA für die Eintrittskarten und dessen Verkauf verantwortlich sei, sonst wenig Verantwortung übernehmen wolle.

Dass Brasilien und die FIFA bereits ein Abkommen unterzeichnet hätten, würde nicht bedeuten, dass dieses nicht modifiziert werden könne, so Romário. Die FIFA sei die größte Körperschaft des Fußballs. Seit der Unterzeichnung des Vertrags seien allerdings einige Dinge passiert und Regeln hätten sich geändert. Die FIFA müsse akzeptieren, dass bestimmte Angelegenheiten, die vereinbart worden seien, nicht eingehalten werden können, da sie negative Auswirkungen auf die brasilianische Gesellschaft hätten.

Laut Romário müsse sich die brasilianische Präsidentin mit der FIFA zusammensetzen und das Abkommen modifizieren. Ansonsten wäre der Schaden für Brasilien zu groß.

Die Spezialkommission wird sich aus 26 Mitgliedern und ebenso vielen Ersatzmitgliedern zusammensetzen. Sie hat zur Aufgabe, den Gesetzesvorschlag bezüglich der Kriterien der Realisierung der WM in Brasilien zu analysieren. Der Gesetzesentwurf 2.330/11 thematisiert unter anderem Eintrittspreise, Abläufe in den Stadien und die Art der Versteuerungen. (ds)



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