Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet im Palast der Hochebene / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet im Palast der Hochebene / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet im Palast der Hochebene. / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat am vergangenen Donnerstag (12.06.) mit der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet ein Abkommen gegen die Verletzung von Menschenrechten unterzeichnet, die sogenannte „Absichtserklärung zum Austausch von Dokumenten zur Klärung von groben Menschenrechtsverletzungen“ (Memorando de Entendimento para o Intercâmbio de Documentos para Esclarecimento de Graves Violações aos Direitos Humanos).

Bereits Anfang April hatten die beiden Außenminister der Länder, der Brasilianer Luiz Alberto Figueiredo und der Chilene Heraldo Muñoz, das Abkommen zum Austausch von Informationen über brasilianische Bürger, die in Chile festgenommen wurden, und chilenische Gefangene in Brasilien während der Militärdiktatur bekanntgegeben.

Zusätzlich zu diesem Vertrag wurde ein weiteres Handelsabkommen seitens des Präsidenten des Rats für internationale Integration des Industrieverbandes CNI, Paulo Tigre, und des Präsidenten der Gesellschaft für industrielle Entwicklung Sofofa, Hermann Von Muhlenbrock, unterzeichnet. Mit der Erklärung sollen Projekte entwickelt werden, die die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern erweitern und vielfältiger gestalten.

Laut Angaben des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten ist Brasilien das Hauptinvestitionsziel Chiles in der Welt, mit einem Wert von 24,6 Milliarden US-Dollar. Auch Brasilien investierte in den vergangenen Jahren verstärkt in Chile, vor allem in den Energiesektor, in den Finanzsektor, in die Lebensmittelbranche, in den Bergbau, in die Stahlindustrie und in das Bauwesen. Der Handelsaustausch der beiden Länder erreichte im vergangenen Jahr 8,8 Milliarden US-Dollar, mit einem Anstieg von 65,3 Prozent über die vergangenen vier Jahre. (ds)