Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff auf dem vierten Gipfel der BRICS-Staaten in Neu-Delhi / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff auf dem vierten Gipfel der BRICS-Staaten in Neu-Delhi / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff appellierte gestern (29.03.) an die internationale Gemeinschaft, die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) mehr zu respektieren und wertzuschätzen. Sie erinnerte daran, dass die Staaten zu 56 Prozent an der Weltwirtschaft beteiligt seien. Rousseff verurteilte den Protektionismus und verteidigte die Suche nach ausgeglichenem Wirtschaftswachstum in Mitten der aktuellen Krise und seinen Auswirkungen.

„Die BRICS-Staaten haben sich zu einem der bedeutendsten Motoren der Weltwirtschaft entwickelt“, so die Präsidentin zum Abschluss des vierten Gipfels der BRICS-Staaten in Neu-Delhi (Indien). Sie bemerkte außerdem, dass die Industrieländer die Krise „verbreitet“ hätten und dass die Suche nach Lösungen den Protektionismus verstärkte habe.

Rousseff hob hervor, dass die exklusiven Lösungsansätze, die von einigen Regierungen angewandt wurden, noch nicht ausreichend seien. Diese Maßnahmen würden ungerechte Barrieren aufstellen. Sie lobte außerdem die Hilfe der Europäischen Zentralbank für einige Länder mit Schwierigkeiten. Man müsse allerdings wachsam gegenüber den Unsicherheiten des Arbeitsmarktes sein, gegenüber der Rezension und der Möglichkeit zur Arbeitslosigkeit – dieses seien alles Auswirkungen der Krise.

Bezüglich des wirtschaftlichen Gleichgewichts sprach sich Rousseff dafür aus, wie wichtig Reformen der internationalen Finanzsysteme, wie des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank seien. Man müsse sich über die Möglichkeiten der Schwellenländer im Klaren sein. Die BRICS-Staaten hätten viel zum Wirtschaftswachstum und zu Umweltfragen beizutragen.

Rousseff traf am Dienstag (27.03.) in Indien ein, um am vierten Gipfel der BRICS-Staaten teilzunehmen. Anwesend waren außerdem der Premierminister Indiens, Manmohan Singh, die Präsidenten Chinas, Hu Jintao, Russlands, Dmitri Medvedev, und Südafrikas, Jacob Zuma. (ds)