Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff äußert sich zum Tod Gaddafis / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff äußert sich zum Tod Gaddafis / Copyright: Agência Brasil

Gestern (20.10.) bezog die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff Stellung zum Tod von Muammar al Gaddafi. Demnach vollziehe Libyen eine Transformation hin zu einem demokratischen System und solle nicht den Tod eines Führers, unabhängig davon wen es betrifft, feiern. Außerdem sprach sie den Wunsch aus, dass die arabischen Länder in Frieden leben und die Demokratie in ihren Nationen verwirklichen können. ,,Libyen befindet sich in einem Prozess der Transformation und diesen sollten alle unterstützen“, betont Dilma Rousseff vor den Journalisten in der angolanischen Hauptstadt Luanda.

Weiterhin erklärte die brasilianische Präsidentin, dass ihr zwar Fotos des toten Gaddafi vorliegen würden, jedoch hatte sie gestern noch keine offizielle Bestätigung seines Todes erhalten. Auf die Frage hin, welcher Schritt nach dem Tod des Diktators eingeleitet werden müsse und welche Rolle Brasilien in diesem Prozess spiele, antwortete sie, dass der Wiederaufbau des Landes an erster Stelle stehe und das Brasilien sich bereits zuvor bemüht habe, dass dieser Wiederaufbau in einer Umgebung des Friedens geschehe. Dies wünsche sie sich auch für die anderen arabischen Länder.

Zudem bekräftigte Dilma, dass die Konflikte mittels Verhandlungen gelöst werden sollten. Es sei nicht nur der Krieg an sich, der Schäden verursache, vor allem die Nachkriegszeit mit seinen Auswirkungen der Zerstörung wirke auf die Bevölkerung und die Nation. (gp)