Präsidentin Dilma Rousseff bei der Ankunft in New York / Copyright: Agência Brasil

Präsidentin Dilma Rousseff bei der Ankunft in New York / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ist gestern (18.09.) für einen dreitätigen Aufenthalt in New York bei den Vereinten Nationen angekommen und wird dort fundamentale Themen zur Diskussion stellen, die ihres Erachtens von internationalem Interesse sind.

Rousseff wird sich mit dem Präsidenten der USA, Barack Obama, Frankreichs, Nicolas Sarkozy, Mexikos, Felipe Calderón, Nigerias, Goodluck Jonathan, sowie mit dem Premierminister Großbritanniens, David Cameron, treffen, um über gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen soziale Ungleichheit zu sprechen. Als Beispiel solle die Erhöhung der Einkommen in Brasilien dienen.

Die Präsidentin werde ebenso die Konferenz Rio+20 erwähnen, die vom 28.05. bis 06.06.2012 in Rio de Janeiro stattfinden wird. Rio+20 wird die weltweit größte Konferenz mit den Themen Umweltschutz, Entwicklung und grüne Wirtschaft sein. Ziel ist es, mehr als 100 Führungspersonen der ganzen Welt zu versammeln.

Rousseff dachte ebenso über die Möglichkeit nach, über die brasilianische „Kommission der Wahrheit“ (Comissão da Verdade) detaillierte Informationen zu geben, die die Straftaten untersuchen soll, die während der Diktatur des Landes (1964-1985) begangen wurden.

Des Weiteren möchte die Präsidentin die Gelegenheit nutzen, um die Reform des Sicherheitsrates der Organisation der Vereinten Nationen (Conselho de Segurança da Organização das Nações Unidas) zu verteidigen. Für die brasilianische Regierung repräsentiere der Rat nicht die aktuelle weltweite Situation, sondern habe immer noch Strukturen der Nachkriegszeit inne.

Die dauerhaften Mitglieder sind China, Frankreich, Russland, das Vereinte Königreich sowie die USA. Die wechselnden Sitze gelten den Ländern Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Portugal, Brasilien, Indien, Südafrika, Kolumbien, Libanon, Gabun und Nigeria. Das Mandat einiger dieser Länder, so auch Brasiliens, werde im Dezember auslaufen.

Rousseff wird mit dem Außenminister Antonio Patriota des Weiteren an bilateralen Versammlungen mit den Repräsentanten der BRICS-Staaten, die sich aus Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika zusammensetzen, sowie der G4 (Brasilien, Deutschland, Indien und Japan) teilnehmen. Diese Länder seien für die Erweiterung der Sitze im Sicherheitsrat sowie für einen dauerhafte Position im Rat.

Auf ihrer Reise wird die brasilianische Präsidentin von Außenminister Antonio Patriota, von Gesundheitsminister Alexandre Padilha, vom Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel Fernando Pimentel, von Sportminister Orlando Silva und von der Ministerin für Soziale Kommunikation Helena Chagas begleitet. (ds)