Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit Angela Merkel auf der CeBIT / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit Angela Merkel auf der CeBIT / Copyright: Agência Brasil

Kurz vor Abschluss ihrer Deutschlandreise fasste die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ihre Gespräche mit Angela Merkel zusammen: Die monetäre Expansion der Industrieländer würde Brasilien auf dem internationalen Markt in eine prekäre Lage bringen. Es seien nicht nur die Industrieländer, die unter dem Druck ihrer Wachstumsraten stehen, sondern auch die Schwellenländer.

Des Weiteren teilte die Präsidentin der Bundeskanzlerin mit, dass Brasilien versuche, die Wachstumsrate Brasiliens nachhaltig zu steigern, indem das makrowirtschaftliche Gleichgewicht respektiert und eine solide öffentliche Finanzpolitik und Steuerstruktur erhalten werden.

Laut Rousseff wären beide daran interessiert, die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen zu optimieren und werden versuchen, die internationalen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu überwinden.

Gestern (06.03.) besichtigten Rousseff und Merkel auch den brasilianischen Stand auf der CeBIT.

Rousseff schätzte ihren dreitägigen Besuch in Hannover als extrem produktiv ein. Man wolle außer der Erweiterung der Handelsbeziehungen auch verstärkt im Bereich Innovation, Wissenschaft, Technik und Forschung zusammenarbeiten.

Deutschland ist einer der Hauptpartner Brasiliens im Programm „Wissenschaft ohne Grenzen“ (Ciência sem Fronteiras). Rousseff sei damit sehr zufrieden und dankbar, dass das Programm von den Studenten in Brasilien so positiv angenommen wurde und dass Deutschland das zweithäufigste Ziel brasilianischer Studenten sei. Bis 2014 werden mehr als 10.000 brasilianische Stipendiaten an deutschen Einrichtungen studieren können, so schätze die Regierung ein. (ds)