Curitiba bekommt eine Metro - die Ausschreibung für den Bau ist seit kurzem veröffentlicht. / Copyright: Wikimedia Commons
Curitiba bekommt eine Metro - die Ausschreibung für den Bau ist seit kurzem veröffentlicht. / Copyright: Wikimedia Commons

Curitiba bekommt eine Metro – die Ausschreibung für den Bau ist seit kurzem veröffentlicht. / Copyright: Wikimedia Commons

Die Ausschreibung zur Vertragsbindung von Unternehmen für den Bau der Metro in Curitiba ist seit dem vergangenen Freitag von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff unterschrieben, Unternehmen haben nun also die Chance sich für die Arbeiten zu bewerben. Für die Hauptstadt von Paraná kündigte Rousseff außerdem an, die Bauarbeiten an der Straße Contorno Sul de Curitiba in die zweite Phase des Wachstumsbeschleunigungsprogramms (PAC) aufzunehmen. Der Präsidentin zufolge wird es noch eine Ausschreibung zur Ausführung der Bauarbeiten geben, die Investitionen sollen bei rund 400 Millionen Reais liegen.

„Unser Ziel ist es, uns alle gemeinsam anzustrengen, um die Ausschreibung bis Ende August zu machen“, sagte sie. Die Bauarbeiten seien essentiell, um die Mobilität zu verbessern und Gütertransporte innerhalb der Stadt zu vermeiden.

Der Erlass für den Bau der Metro wird 45 Tage Zeit geben, da es sich um eine internationale Ausschreibung handelt, damit sich interessierte Unternehmen für den Bau des Metro-Systems melden und ihre Vorschläge präsentieren können. Von den 4,65 Milliarden Reais, die in den Bau investiert werden sollen, werden die ausgewählten Unternehmen selbst 1,4 Milliarden Reais übernehmen. Dafür bekommen sie die Erlaubnis die Metro für 35 Jahre zu verwalten. Die Bundesregierung Brasiliens wird sich mit 1,8 Milliarden Reais beteiligen, die Stadtgemeinde sowie der Staat Paraná mit jeweils 700 Millionen Reais.

In Bezug auf die Gelder, die aus dem Bundeshaushalt kommen, sagte Rousseff, dass es für diese Mittel für die Bauarbeiten keine Möglichkeit gebe, sie wieder zurückzuholen. Die finanzielle Unterstützung sei aber absolut notwendig, „andernfalls kann das Projekt nicht umgesetzt werden“.

Rousseff verteidigt außerdem die Bereitstellung von unterstützenden Krediten, wie die Darlehen der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES, und wies damit die Kritiker dieser Finanzierung zurück. „Im Gegensatz zu dem, was viele sagen, ist diese Form der Unterstützung in Brasilien notwendig. Verschiedene Segmente brauchen eine solche Unterstützung, ohne diese würde es keine Bauarbeiten geben.“ (ls)