Die Präsidentin Dilma Rousseff mit der ausgezeichneten Ökonomin Maria da Conceição Tavares / Copyright: Agência Brasil

Die Präsidentin Dilma Rousseff mit der ausgezeichneten Ökonomin Maria da Conceição Tavares / Copyright: Agência Brasil

In einem Festakt wurde die brasilianische Ökonomin Maria da Conceição Tavares feierlich von Dilma Rousseff für ihre wissenschaftliche Arbeit mit dem Almirante Álvaro Alberto-Preis für Wissenschaft und Technik 2011 ausgezeichnet. Die Festrede der Präsidentin anlässlich ihrer Ehrung muss für die Wissenschaftlerin Maria da Conceição Tavares wahrlich ein Fest gewesen sein, denn was ihre ehemalige Studentin Dilma Rousseff als wirtschafts- und sozialpolitische Ausrichtung Brasiliens beschrieb, entspricht eindeutig dem Kurs, den auch sie wissenschaftlich vertritt.

Die brasilianische Ökonomin lehrt als Professorin an der staatlichen Universität von Campinas (Universidade Estadual de Campinas, kurz: UNICAMP) und ist eine Vertreterin des so genannten CEPALISMO, der Entwicklungspolitik durch staatlich gesteuerte Industrialisierung. Durch die Steuerung von Exporten und Importen, wie sie Brasilien bereits in den 70er und 80er Jahren vorangetrieben hatte, sollen die Anreize in der Wirtschaft so gesetzt werden, dass langsam ein wettbewerbsfähiger industrieller Sektor entstehen kann.

Dilma Rousseff hob in ihrer Rede hervor, dass Brasilien gerade eine Transformation durchlaufe, die sich von einer Unterordnung unter die Kräfte des Marktes zu einer Agenda von untrennbaren Werten von Demokratie und sozialer Inklusion hin wandelt. Dilma Rousseff betonte, dass sich Brasilien nicht das Recht nehmen lassen werde, ein reiches Land mit besseren Konditionen für seine Bevölkerung zu werden. Brasilien werde sich auch nicht mehr den Kräften des Marktes unterordnen, um seine Ziele zu erreichen. Auch betonte die Präsidentin, dass es gilt, die Abhängigkeiten von einzelnen global dominanten nationalen Interessen zu brechen, damit sich Brasilien seinen Weg der Entwicklung gehen kann. (mas)