Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat gestern (27.12.) in ihrer wöchentlichen Kolumne ihren Optimismus geäußert, trotz der weltweiten Wirtschaftskrise eine Reihe von Sozialprogrammen im Land beibehalten zu können. Das Jahr 2011 sei zwar nicht einfach gewesen sei, doch durch Planung und die richtige Politik konnte die brasilianische Wirtschaft sowie  der Arbeits- und Produktionssektor beschützt werden.

Für 2012 kündigte sie Programme zur Verbesserung der Einkommensverteilung, der Gesundheit, Bildung und die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen als Regierungsprioritäten an und ging auf folgende näher ein:

Das Wirtschaftswachstum, wobei das Land besonders die Arbeitslosigkeit angegangen sei. Auch die Exporte des Landes schlugen neue Rekorde. Der Mindestlohn wird ab dem 01. Januar 2012 von bisher 560 Reais (ca. 230 Euro) auf 622 Reais (ca. 255 Euro) angehoben. Auch die Steuersenkungen leisteten einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität vieler Brasilianer.

Das Programm Mein Haus, Mein Leben (Minha Casa, Minha Vida) werde auch 2012 weiterhin stark von der Regierung unterstützt und die nötigen Ressourcen seien schon garantiert, so die brasilianische Präsidentin. Die Armutsreduzierung sei der Regierung ein zusätzlich wichtiges Anliegen und das Familienstipendium (Bolsa Familia) soll 2012 auf weitere Familien ausgeweitet werden. Im Gesundheitsbereich werde vermehrte Arbeit nötig sein, um die Qualität der Versorgungsdienste zu verbessern. Priorität werde die Regierung auch den circa 45 Millionen Menschen mit Behinderungen einräumen, deren Chancen und Lebensqualität es zu erhöhen gelte. Verschiedene Bildungsprogramme sollen Aus- und Weiterbildungsplätze für (junge) Arbeiter schaffen sowie junge brasilianische Studenten und Forscher im Rahmen eines Studiums im Ausland unterstützen.

Das wichtigste, resümierte Rousseff, sei jetzt auf die grundlegenden Fundamente für das Land zu achten. Diese seien Wirtschaftswachstum in Kombination mit gerechterer Einkommensverteilung. „Der Weg des Wohlstands, der von Brasilianern für Brasilianer geebnet und von einer starken Demokratie gestützt werde“, so die brasilianische Präsidentin. Die restliche Welt bringe Brasilien heute Respekt und Vertrauen gegenüber. So habe Brasilien viele Motive, 2012 mit großem Optimismus zu begegnen, mit der Sicherheit eines stabilen Wachstums sowie der Verringerung von Ungleichheiten. Die Präsidentin schloss ihre Kolumne mit Neujahrswünschen an die brasilianischen Bürger und Bürgerinnen. (jv)