Gestern demonstrierten in São Paulo wieder Vertreter der Obdachlosenarbeiterbewegung gegen die hohen Ausgaben für die Fußball-WM / Copyright: Agência Brasil
Gestern demonstrierten in São Paulo wieder Vertreter der Obdachlosenarbeiterbewegung gegen die hohen Ausgaben für die Fußball-WM / Copyright: Agência Brasil

Am vergangenen Donnerstag demonstrierten in São Paulo wieder Vertreter der Obdachlosenarbeiterbewegung gegen die hohen Ausgaben für die Fußball-WM. / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat am vergangenen Donnerstag (08.05.) fünf Vertreter der Obdachlosenarbeiterbewegung MTST (Movimento dos Trabalhadores Sem Teto) empfangen, bevor sie das Stadion Corinthians in Itaquera im Westen São Paulos  besuchte. Die Vertreter trugen der Präsidentin ihre Forderungen zur Veränderung des Programms „Mein Haus, Mein Leben“ (Minha Casa, Minha Vida) vor.

Die MTST hatte zuvor an Protesten am Sitz dreier Bauunternehmen teilgenommen, um gegen die hohen Ausgaben für die Fußball-WM zu demonstrieren. Die Teilnehmer planten außerdem eine Aktion vor dem Stadion Itaquerão, diese wurde allerdings abgebrochen mit der Zustimmung der Regierung, die Demonstranten zu empfangen und anzuhören.

Anwesend war auch der Bürgermeister São Paulos Fernando Haddad, der mit der Bewegung über die Besetzung des Gebiets vor dem Stadion sprechen wollte. Rund 1.500 Familien campten auf einem Gebiet von vier Kilometern länge. Laut Haddad soll erreicht werden, dass diese Familien ihre Forderungen friedlich vorbringen können. Einen Tag zuvor gab es vom Richter Celso Maziteli Neto eine einstweilige Verfügung, dass diese Familien das Gebiet innerhalb von 48 Stunden räumen müssten. Wenn das nicht geschehe, würde man auf Streitkräfte zurückgreifen. (ds)