Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem Generalgouverneur Kanadas, David Johnston, im Palast der Hochebene / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem Generalgouverneur Kanadas, David Johnston, im Palast der Hochebene / Copyright: Agência Brasil

Gestern (24.04.) teilte die Regierung Kanadas mit, dass das Land 12.000 brasilianische Studenten im Rahmen des Programms „Wissenschaft ohne Grenzen“ (Ciência sem Fronteiras) die Möglichkeit eines Aufenthalts in Kanada geben wird. Des Weiteren bietet Kanada Studenten im privaten Sektor an, praktische Erfahrungen in Laboren und im Bildungswesen (insbesondere bezüglich Sprachen) zu sammeln. Dies teilte gestern der kanadische Generalgouverneur David Johnston bei einem Treffen mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff mit.

„Die Idee ist es, dass die Studenten nicht nur die Theorie lernen, sondern dass sie auch praktische Erfahrungen sammeln“, so Johnston. Des Weiteren lobte der Gouverneur das brasilianische Bildungsprogramm „Wissenschaft ohne Grenzen“ und die Fortschritte Brasiliens im sozialen Bereich.

Rousseff bestätigte, dass die Beziehungen zwischen den zwei Ländern im Bildungswesen, in der Wissenschaft und Technik sowie bei Innovationen von großer Bedeutung seien. „Ohne Zweifel werden die Qualität der akademischen Einrichtungen Kanadas, der Austausch in diesem Bereich und die Praktika in den Unternehmen die brasilianischen Studenten des Programms „Wissenschaft ohne Grenzen“ weiterbringen“, so Rousseff.

Durch das Programm sieht die brasilianische Regierung des Weiteren vor, 100.000 brasilianische Forscher bis 2014 ins Ausland zu schicken. Dafür stünden 75.000 Stipendien zur Verfügung, man erhoffe sich weitere 25.000 durch den privaten Sektor.

Außerdem sprach die Präsidentin über ein neues Programm zur Förderung der Ausbildung von Frauen, das sogenannte Programm Mulheres Mil. Auch hier sei die Unterstützung Kanadas von großer Bedeutung.

Neben Rousseff und Johnston nahmen an der Versammlung der Minister für Wissenschaft und Technik, Marco Antônio Raupp, der Bildungsminister, Aloizio Mercadante, sowie der Außenminister Rui Nogueira teil. (ds)