Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem Premierminister Finnlands, Jyrki Katainen / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem Premierminister Finnlands, Jyrki Katainen / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff empfing gestern (14.02.) den Premierminister Finnlands, Jyrki Katainen, im Palast der Hochebene und äußerte das Interesse Brasiliens, die Partnerschaften der beiden Länder im Bereich Handel, Industrie und Bildungswesen zu verstärken.

Außer über bilaterale Partnerschaften sprachen beide über die Finanzkrise Europas sowie über die Konferenz Rio+20 zum nachhaltigen Wachstum, die im Juni in Brasilien stattfinden wird.

Nach dem Treffen erklärte Rousseff, dass die Handelsbeziehungen zwischen Brasilien und Finnland derart gesteigert werden können, dass man den Rekordwert des vergangenen Jahres von 1,47 Milliarden US-Dollar übersteigen werde.

„Wir können diese Zahl erhöhen, indem wir Partnerschaften zwischen Firmen schließen, die stärkeren Wert auf Produkte und Entwicklungsprozesse in Brasilien legen und somit einen Gewinn für die Innovation und Technik mit sich bringen“, so die Präsidentin. Brasilien wäre gerade dabei, Handelsabkommen mit dem Mercosul und der EU abzuschließen, mit dem Ziel, den Austausch Brasiliens mit diesen beiden Regionen zu erhöhen.

Interessant seien für die Zusammenarbeit im Bereich der Wissenschaft und Technik vor allem die erneuerbaren Energien, die Telekommunikation, Warnsysteme bei Naturkatastrophen sowie Technologien zur Schiffsabwehr und Offshore. Bereits zwölf finnländische Universitäten würden mit brasilianischen Einrichtungen zusammenarbeiten. Durch das Programm „Wissenschaft ohne Grenzen“ (Ciência sem Fronteiras) solle diese Anzahl noch gesteigert werden, so Rousseff. „Wir wollen auch Erfahrungen im Bereich des Bildungswesens austauschen, in dem Finnland weltweit anerkannt ist.“

Bezüglich der europäischen Finanzkrise äußerte sich die Präsidentin noch einmal, dass Brasilien darum besorgt sei, dass diese negative Auswirkungen auf andere Länder, vor allem auf die Schwellenländer, haben könne.

Katainen kam mit verschiedenen Unternehmern nach Brasilien, die starkes Interesse am brasilianischen Markt zeigten. Diese würden im Wachstum Brasiliens große Chancen sehen. Katainen sei der Meinung, dass Europa gerade in Zeiten der Krise solche Partnerschaften brauche. (ds)