Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Verleihung des Bertha-Lutz-Preises mit Senator José Sarney / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei der Verleihung des Bertha-Lutz-Preises mit Senator José Sarney / Copyright: Agência Brasil

Gestern wurde die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem Bertha-Lutz-Preis (Prêmio Diploma Mulher Cidadã Bertha Lutz) geehrt. Dieser Preis wird jährlich an Frauen verliehen, die sich in herausragender Weise für die Bürger- und Menschenrechte sowie politischen Rechte der brasilianischen Frauen einsetzen.

Bei der Übergabe des Preises äußerte sich der Präsident des brasilianischen Senats, José Sarney (der Partei PMDB) darüber, dass das Volk mit der Wahl einer weiblichen Präsidentin eine im postivem Sinne „gewagte Position“ eingenommen hätte.

„Die Präsenz der Frau in der Politik ist für das Land fundamental, damit dieses Ideale der Gerechtigkeit verwirklichen kann. Ich möchte die Präsidentin Dilma Rousseff ehren, die mit ihrer Präsidentschaft mit den herkömmlichen Paradigmen bricht und der Stolz aller Brasilianer und Brasilianerinnen ist“, so Sarney.

Der Kampf der Frauen sei allerdings noch nicht gänzlich gewonnen. „Wir sind im Sozial- und Arbeitswesen noch weit vom Idealzustand entfernt.“

Mit der Verleihung des Bertha-Lutz-Preise wurde im Nationalkongress auch eine feierliche Sitzung zu Ehren des Internationalen Frauentags gehalten, der am 08.03. stattfand.

Der Preis wurde vom Senat an fünf Frauen verliehen, die sich für die Rechte der Frau in der brasilianischen Gesellschaft einsetzten. 2001 verlieh man ihn zum ersten Mal. Der Preis trägt den Namen der brasilianischen Candomblé-Priesterin und Frauenrechtlerin Mãe Beata, die sich seit Jahrzehnten gegen religiöse Intoleranz, Diskriminierung aller Art, Rassismus, Gewalt gegen Frauen und gegen die Unterdrückung von Minderheiten engagiert. (ds)