Dilma Rousseff bei der Eröffnung der UN-Generalversammlung in New York / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff bei der Eröffnung der UN-Generalversammlung in New York / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff eröffnete gestern (21.09.) die 66. UN-Generalversammlung in New York. ,,Ich erlebe diesen historischen Moment mit dem Stolz einer Frau und bin mir sicher, dass dies das Jahrhundert der Frau wird“, erklärte sie.

Eines der Hauptthemen ihrer Rede umfasste die Zukunft Palästinas. Dabei sprach sich Rousseff für eine Anerkennung Palästinas als Staat und als Vollmitglied der Vereinten Nationen aus. Demnach würde nur ein freies und souveränes Palästina einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten schaffen. Außerdem hob sie hervor, dass sie aus einem Land käme, in dem Araber und Juden Landsleute seien. Brasilien erkennt Palästina seit dem Jahr 1975 als autonomen Staat an, aber erst mit dem ehemaligen Regierunschef  Lula da Silva näherte man sich den Palästinensern weiter an, indem 2004 die offizielle brasilianische Vertretung in Ramallah eröffnet wurde.

Weiterhin sprach Dilma Rousseff über den arabischen Frühling und bekräftigte, dass Brasilien die Heimat von vielen Flüchtlingen und Immigranten dieser Region sei. Zudem lehne sie vehement die brutale Gewalt ab, der die Zivilbevölkerung zum Opfer falle. Der brasilianischen Präsidentin zufolge, solle Gewalt immer das letzte Mittel sein. Im Zuge dessen kritisierte sie die internationalen militärischen Interventionen und erinnerte daran, dass die Welt bereits an den Konsequenzen vergangener Kampfeinsätze leide, weil dadurch Terrorismus an Orten geschaffen wurde, an denen dieser vorher nicht existierte.

Ein zusätzliches Anliegen der Präsidentin war es, die Reformierung des UN-Sicherheitsrates zu fordern und sie führte an, dass Brasilien bereit sei, seine Verpflichtungen als permanentes Mitglied in diesem Organ zu übernehmen. (gp)