Dilma Rousseff fordert mehr Investitionen / Copyright: Agência Brasil
Dilma fordert mehr Investitionen / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff fordert mehr Investitionen / Copyright: Agência Brasil

Um das wirtschaftliche Wachstum Brasiliens weiter voran zu treiben, trifft sich die Präsidentin Dilma Rousseff in dieser Woche mit Vertretern der größten Gewerkschaften und Unternehmen, sowie mit diversen politischen Räten. Bei diesen Treffen sollen Mittel und Wege diskutiert werden, wie das Wirtschaftswachstum garantiert und verstärkt werden kann.

Bei einem Treffen am heutigen Donnerstag (03.05.) mit inländischen Unternehmern will Rousseff dafür werben, mehr in Brasilien selbst zu investieren. Ohne diese Investitionen, so heißt es, werde das Wachstum gestört.

Mit Blick auf das krisengeschüttelte Europa muss Brasilien sich, laut Rousseff, nun vor allem auf den inländischen Markt konzentrieren, denn viele Länder Europas kommen zur Zeit, aufgrund einer Rezession, als Importeure brasilianischer Produkte nicht mehr in Frage. Brasilien müsse mehr auf die wirtschaftlichen Bedürfnisse des eigenen Landes eingehen, für den Binnenmarkt produzieren und so den Konsum der Brasilianer ankurbeln. Schon jetzt schätzt eine aktuelle Studie den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die nahe Zukunft auf 3,5 Prozent.

Außerdem will die Regierung Rousseff die Stabilität des Finanzsektors unbedingt beibehalten, gleichzeitig aber die Konditionen für Privatkredite verbessern, um so die inländische Wirtschaft zu forcieren. Auch die Attraktivität von privaten Sparbüchern will die Präsidentin durch höhere Zinsen steigern. Allerdings ist noch nicht klar, ob die Banken dieser Forderung der Präsidentin nachkommen werden. Bei der brasilianischen Bevölkerung würde ihr Ansehen dadurch sicher weiter ansteigen. Bereits jetzt genießt sie hohes Ansehen, was ihr bei der Durchsetzung mancher Forderung helfen wird. (sg)