Rousseff bei der Allgemeinversammlung der Vereinten Nationen / Copyright: Agência Brasil

Rousseff bei der Allgemeinversammlung der Vereinten Nationen / Copyright: Agência Brasil

Nach der Teilnahme der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff an der 66. Allgemeinversammlung der Vereinten Nationen (Assembleia Geral das Nações Unidas) bestätigte sie noch einmal, wie wichtig ihr die internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise sei.

Brasilien wäre gegen die zweite Phase der Krise gewappnet und hätte auch seinen Beitrag geleistet, um die Krise zu bekämpfen, obwohl das Land nicht zu den verantwortlichen Ländern für die aktuelle Situation zählt.

Brasilien sei ganz sicher nicht für die Krise verantwortlich, allerdings sei das Land auch nicht vor den indirekten Auswirkungen der Krise sicher, so Rousseff. Und da Brasilien bereits diese Auswirkungen spüre, hätte es das Recht, sich an den Diskussionen zu Lösungsmöglichkeiten zu beteiligen.

Die Präsidentin verteidigte die Schuldentilgung Griechenlands. Der Prozess müsse noch vor dem Treffen der G20 in Cannes (Frankreich) im November initiiert werden.

In Cannes solle thematisiert werden, wie weiterhin mit den Maßnahmen gegen die Krise fortgefahren werden kann und wie Organisationen wie der Währungsfonds und die Weltbank mit einbezogen und die Leitung der Maßnahmen verbessert werden können.

Des Weiteren bekundete Rousseff, dass sie große Zustimmung bezüglich ihrer Eröffnungsrede der Versammlung erfahren hat. Hier habe besonders der Präsident Kolumbiens, Juan Manuel Santos, Interesse daran gezeigt, die Beziehungen zwischen den Ländern der UNASUL, die sich aus zwölf lateinamerikanischen Ländern zusammensetzen, zu vertiefen. Ihr Vorschlag war es, Zusammenkünfte der Präsidenten der Zentralbanken und der Minister der Mitgliedsländer zu fördern. (ds)