Logo des Telekommunikationsunternehmens ANATEL / Copyright: ANATEL

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Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte gestern (10.09.) mit, dass die Regierung vorsehe, eine hohe Qualität von Breitbandverbindungen im Land zu garantieren. Derzeit gäbe es in Brasilien 78 Millionen Internetverbindungen, darunter 59 Millionen mobile Verbindungen.

Im wöchentlichen Programm „Kaffee mit der Präsidentin“ (Café com a Presidenta) erinnerte sie noch einmal daran, dass im Oktober vergangenen Jahres ein Abkommen unterzeichnet wurde, durch das die brasilianische Telekommunikationsagentur ANATEL Kriterien zur Einschätzung und Überwachung der Internetdienstleistungen in Brasilien aufstellen kann.

„Viele Verbraucher kritisierten die Leistung und die Beständigkeit der Verbindungen. Es gab Beschwerden darüber, dass Dienstleistungen nicht erfüllt wurden. In vielen Fällen hatten die Nutzer nur zehn Prozent der Geschwindigkeit, die ihnen per Vertrag garantiert wurde.“

Unternehmen mit mehr als 50.000 Nutzern sollen nun mindestens 60 Prozent der angebotenen Leistungen erfüllen. „Wir arbeiten daran, dass Familien einen immer besseren Zugang zum Internet haben“, so Rousseff. Die Internet-User sollen die Leistungen erhalten, für die sie bezahlt haben. Man wolle sie vor Anbietern schlechter Qualität schützen.

Vor mehr als einer Woche begann die Registrierung der Internetnutzer für die Messungen der Qualität der Breitbandverbindungen in Brasilien durch die ANATEL. Bereits 32.000 Personen haben sich dafür eingeschrieben.

Die ANATEL wird ihre Daten monatlich veröffentlichen. Sie sollen zeigen, ob die entsprechenden Telekommunikationsunternehmen ihre Ziele einhalten. In Fällen, in denen die Qualität noch nicht ausreichend ist, bietet die ANATEL Strategien zur Problembeseitigung an und kann auch sanktionieren. (ds)