Am Rander der UNO-Vollversammlung sprach sie Dilma Rousseff gegen Militärschläge gegen ISIS im Irak und Syrien aus. /Copyright: WikiCommons Autor Photo Courtesy of U.S. Army - by Tech. Sgt. Andy Dunaway
Am Rander der UNO-Vollversammlung sprach sie Dilma Rousseff gegen Militärschläge gegen ISIS im Irak und Syrien aus. /Copyright: WikiCommons Autor Photo Courtesy of U.S. Army - by Tech. Sgt. Andy Dunaway

Am Rande der UNO-Vollversammlung sprach sie Dilma Rousseff gegen Militärschläge gegen ISIS im Irak und Syrien aus. /Copyright: Wikimedia Commons, Photo Courtesy of U.S. Army – by Tech. Sgt. Andy Dunaway

Am Rande ihrer Eröffnungsrede vor der UN-Vollversammlung am Mittwoch (25.9.) in New York hat Präsidentin Dilma Rousseff massive Kritik an den Militärschlägen gegen die islamische Terrormiliz ISIS geübt. Auf einer Pressekonferenz bekräftigte Rousseff die Position ihres Landes, sich für den Frieden auf diplomatischem Weg einzusetzen und an keinen Militärallianzen für Interventionen im Irak teilzunehmen.

Die Bombardements lösten in keiner Weise das Problem ISIS, so Rousseff gegenüber der versammelten Presse. Auf die Frage ob es nach Ansicht der Präsidentin möglich sei, mit ISIS in einen Dialog zu treten, wich sie auf eine Gegenfrage um. „Glauben Sie, ISIS zu bombardieren, löst das Problem? Wenn es so wäre, wäre die Situation im Irak bereits gelöst“, zitiert sie die Zeitung Valor Econômico in ihrer Online-Ausgabe am Mittwochabend (24.9.).

“Was wir im Irak beobachten, ist Stillstand. Nicht ich sage das, sondern die New York Times vom Dienstag“, so Rousseff. Die NYT war die erste Zeitung, die über den weiteren Vormarsch von ISIS-Truppen berichtete und damit die Effektivität der Luftschläge in Frage stellte. ISIS würde zunehmend mit sunnitischen Bevölkerungsteilen kooperieren und sich somit unangreifbar machen. Man müsse das Problem vom Ursprung her angehen, das sei die Auflösung staatlicher Strukturen in Folge des Irakkriegs gewesen, so die brasilianische Präsidentin in New York.

Als Repräsentantin einer Nation, die bekannt dafür ist, für den Frieden Stellung zu beziehen, sei es ihre Pflicht nicht-kriegerische Optionen zu verteidigen, so Rousseff. Des Weiteren bekräftigte sie wiederholt die Notwendigkeit der Reform des UN-Sicherheitsrates und eines ständigen Sitzes Brasiliens als Mitglied. (ms)