Rousseff verteidigt die Industriepolitik als Unterstützung des Schifffahrtssektors / Copyright Wikipedia, GNU, C. Bunks
Rousseff verteidigt die Industriepolitik als Unterstützung des Schifffahrtssektors / Copyright: Wikipedia, GNU, C. Bunks

Rousseff verteidigt die Industriepolitik als Unterstützung des Schifffahrtssektors / Copyright: Wikipedia, GNU, C. Bunks

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte kürzlich mit, dass die lokale Industriepolitik verantwortlich dafür gewesen sei, dass die Schiffindustrie des Landes wiederbelebt wurde. Laut Rousseff seien während der Regierungszeit der Arbeiterpartei PT die Angestellten in der Branche von 7.000 auf 81.000 angestiegen. Die Basis der Industriepolitik läge darin, dass alle Güter, die in Brasilien produziert werden können, auch tatsächlich dort produziert werden. Dies sei ein bedeutender Schritt für das Land gewesen.

Der Präsidentschaftskandidat Aécio Neves, gegen den die Präsidentin in Kürze bei den Wahlen antreten wird, hatte zuvor bei einem Interview geäußert, dass er die Investitionen in die Schifffahrt beibehalten wolle. Diese Aussage sei jedoch für Rousseff widersprüchlich, da in seinem Parteiprogramm die Umstrukturierung der Investitionen im Land stünde und Neves generell gegen die Industriepolitik sei.

Die Industriepolitik, die seit 2003 Anwendung findet, ist direkt mit dem Erdöl- und Erdgassektor verankert mit Investitionen des brasilianischen Erdölunternehmens Petrobras. Dadurch erfolge eine Stärkung der Schifffahrtszentren in den Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Rio de Janeiro, Espírito Santo, Bahia und Pernambuco. Elf Werften wurden reaktiviert und vier befinden sich noch im Bau. Vor den Maßnahmen wurden laut Präsidentin Schiffe, Plattformen und Sonden im Ausland produziert. Seitdem erfolgte bereits die Produktion von 38 Förderplattformen, 28 Bohrinseln, 88 Transportschiffe und 146 Unterstützungsbögen. (ds)