Rousseff: Investitionen in Erste-Hilfe-Einheiten

17.07.2012 | Politik |

Die brasilianische Regierung wird in Erste-Hilfe-Einheiten investieren / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verkündete gestern (16.09.) während ihres Interviews im Radioprogramm „Frühstück mit der Präsidentin“ („Café com a presidenta”), dass die brasilianische Regierung beschlossen habe, bis 2014 2,7 Milliarden Reais (knapp 1,1 Milliarden Euro) in den Bau von 900 neuen Erste-Hilfe-Einheiten (Unidades de Pronto Atendimento, kurz: UPAs) mit 24-Stunden Service zu investieren.

Rousseff informierte darüber, dass die 200 neuen UPAs momentan schon zwei Millionen mehr Menschen pro Monat im ganzen Land versorgen würden. Da fast 140 Millionen Brasilianer und Brasilianerinnen vom staatlichen Gesundheitssystem SUS (Sistema Único de Saúde) abhängen, können diese Einheiten die Nothilfe innerhalb der staatlichen Gesundheitsversorgung des Landes enorm verbessern. Damit sei Brasilien der großen Herausforderung, eine qualitative Versorgung für alle bereitzustellen, ein Stück näher gekommen, so die Präsidentin.

In allen Krankenhäuser, in denen die UPAs eingerichtet wurden, hat sich die Behandlung verbessert. Als Beispiel nannte Rousseff das Krankenhaus Miguel Couto in Rio de Janeiro, in dem vor der Einrichtung der UPAs mehr als 850 Personen täglich den Erste-Hilfe-Dienst des Krankenhauses aufsuchten. Danach reduzierte sich diese Zahl auf 350 Patienten am Tag.

Da die meisten Fälle gleich vor Ort in der UPA gelöst werden können, wird die Kapazität der Erste-Hilfe-Stationen in den Krankenhäuser erleichtert, denn im Schnitt müssen nur drei von 100 Patienten von den UPAs in Krankenhäuser überwiesen werden.

Zusätzlich zu den neuen UPAs versprach die Präsidentin eine weitere Investition von 3,5 Milliarden Reais (etwa 1,4 Milliarden Euro) für die Schaffung und Ausstattung von weiteren 4.000 Grundversorgungseinheiten (Unidades Básicas de Saúde, kurz: UBS), sowie die Reformierung und Vergrösserung von 21.000 schon existierenden UBS im Land.

Laut Dilma Rousseff entwickle sich ein Land nur dann, wenn sich das Leben der Menschen verbessere – und das sei mit den Investitionen im Gesundheitsbereich gewährleistet. (jv)


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