Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem spanischen Premierminister Mariano Rajoy in Madrid / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff mit dem spanischen Premierminister Mariano Rajoy in Madrid / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin war bis gestern zu Besuch in Spanien, da sie am 22. iberoamerikanischen Gipfeltreffen der Staatschefs in Cádiz teilgenommen hat. Anschließend reiste sie nach Madrid, um sich mit dem spanischen König Juan Carlos und dem Premierminister Mariano Rajoy zu treffen.

Rousseff kritisierte bei Gesprächen erneut die Maßnahmen zur Sparpolitik, die Europa zur Bekämpfung der Krise angewandt hat. Ihrer Meinung nach seien eher Maßnahmen vonnöten, die die Investitionen ankurbeln. Laut der Präsidentin hätte Brasilien einen Beitrag zur Bekämpfung der Krise geleistet und der brasilianischen Regierung sei es gelungen, trotz des schwierigen internationalen Szenariums die Anzahl an Arbeitsplätzen aufrechtzuerhalten und die soziale Ungleichheit zu verringern.

Auch äußerte sich Rousseff zur Problematik der Behandlung brasilianischer Touristen, die nach Spanien reisen wollen. Die Situation hätte sich glücklicherweise nach verschiedenen Verhandlungen in den letzten Monaten gebessert. Seit 2007 wurden 11.000 brasilianischen Touristen die Einreise nach Spanien verweigert. Diese Anzahl würde nun stetig sinken: 2007 waren es 3.013 Personen, 2011 nur noch 1.402.

Die brasilianische Regierung hatte auf die Problematik damit reagiert, indem sie nach dem Gleichbehandlungsrecht, welches international für die Beziehungen zweier Länder gilt, dieselben Einreiseregelungen für spanische Touristen nach Brasilien eingeführt hat. Als Konsequenz daraus erklärte sich Spanien damit einverstanden, die Einreisebestimmungen von brasilianischen Touristen wieder zu lockern.

Laut Rousseff müssten nun diese Fortschritte genutzt werden, um weiter in den Tourismus zu investieren und damit auch den Zustrom an Touristen zu erhöhen. (ds)