Fünf Forderungen der Amtsenthebung gingen bei der Abgeordnetenkammer zuletzt ein. / Copyright: Agência Brasil

Fünf Forderung einer Amtsenthebung lagen bis Dienstag (13.10) auf dem Tisch des Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Eduardo Cunha. Er wies alle ab. Gleichzeitig kritisierte die Präsidentin Dilma Rousseff diejenigen, die sie aus dem Amt haben wollen, während einer Veranstaltung in Sao Paulo stark. Auf einem Podium zusammen mit dem Ex-Präsident Brasiliens Lula, dem Ex-Präsidenten von Uruguay José Mujica und dem Vorsitzenden der Partei PT Rui Falcão verteidigte sie ihr Mandat.

„Wer hat genug moralische Kraft, einen so tadelosen Ruf und einen so sauberen Lebenslauf, dass er meine Ehre angreifen kann? Ich werde für das Mandat kämpfen, das mir durch Volksabstimmung zugetragen wurde, für die Demokratie und für unser Projekt zur Entwicklung des Landes. Der Coup, den alle Separatisten begehen wollen, ist wieder einmal, wie immer in diesem Land, ein Staatsstreich gegen das Volk. Aber sie können sicher sein: Sie werden es nicht schaffen“, so die Präsidentin.

Für sie gibt es keinen Grund einer Amtsenthebung. „Sie wollen eine Welle verursachen, die zu jedem Preis meine Amtszeit verkürzt ohne juristischen Hintergrund, ohne irgendeinen Anhaltspunkt.“ Was vorher Nonkonformismus gewesen sei, habe sich nun in den Wunsch politischer Gegenreaktion umgewandelt, ist Rousseff überzeugt.

Zudem bewertet sie die Forderungen nicht nur als Anschlag gegen sich selbst, sondern auch gegen das, wofür sie steht. „Mir ist bewusst, dass dieser Vorgang nicht nur gegen mich geht, sondern gegen ein Projekt geht, das das Elend überwunden hat.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil