Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff kritisiert in ihrer zweiten Wahlkampagnenrunde die Äußerungen und Programmpunkte ihres Konkurrenten Aécio Neves / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff kritisiert in ihrer zweiten Wahlkampagnenrunde die Äußerungen und Programmpunkte ihres Konkurrenten Aécio Neves / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff kritisiert in ihrer zweiten Wahlkampagnenrunde die Äußerungen und Programmpunkte ihres Konkurrenten Aécio Neves / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verteidigte gestern (09.10.) die aktuellen Sozialprogramme und die Politik zur Wertschätzung des Mindestlohns. In diesem Zusammenhang kritisierte sie den Vorschlag der Partei (PSDB) ihres Konkurrenten Aécio Neves, die dafür eintritt, dass der Mindestlohn verringert werden muss, um andere soziale Probleme zu lösen. Rousseff bezeichnete diesen Vorschlag allerdings als „desaströs“. Während der ersten Wahlkampagnenrunde hatte der Kandidat Aécio Neves noch erklärt, dass er die Angleichung des Mindestlohns weiterhin aufrechterhalten wolle, wenn er gewählt wird.

Bezüglich der Politik für den Nordosten des Landes kritisierte Rousseff, dass ihre Konkurrenten nie politische Maßnahmen zur Entwicklung der Region im Programm hatten. „Nie wurde auf die Region geschaut und es verstrichen Jahre ohne Investitionen in die Infrastruktur. Immer wurde die Industrie der Dürregebiete ausgenutzt, ohne das Grundproblem wirklich zu lösen: die Garantie zur Wasserversorgung. Und damit ist nicht die Notversorgung gemeint, sondern dass der Nordosten mit der Dürre leben kann“, kommentierte die Präsidentin.

Noch einmal wies Rousseff darauf hin, dass das Land für alle Brasilianer regiert werden muss, mit der Priorität auf denjenigen, die es am meisten benötigen. Auch sei sie nicht damit einverstanden, dass Neves behaupte, er hätte die Grundidee für Sozialprogramme wie die laufenden gehabt. „Die Frage ist, warum sie diese Programme dann nicht in die Tat umgesetzt haben? Was erklärt, dass sie nie ein Programm wie das „Mein Haus, Mein Leben“ (Minha Casa, Minha Vida) verwirklicht haben? Sie trauen sich zu sagen, dass sie das Familienprogramm Bolsa Família initiierten. Aber ihr Programm richtete sich damals an sehr wenige Bürger, unseres ist hingegen für 50 Millionen Menschen.“ (ds)