Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht in der 67. Versammlung der Vereinten Nationen vor / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff spricht in der 67. Versammlung der Vereinten Nationen vor / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hielt gestern (25.09.) eine Rede bei der Eröffnung der 67. Generalversammlung der Vereinten Nationen. Darin verteidigte sie Brasilien hinsichtlich der Behauptung der USA, dass das Land Schutzmaßnahmen eingeleitet habe, um den Markt für seine Produkte aufrechtzuerhalten. Sie fügte hinzu, dass alle in Brasilien getroffenen Entscheidungen durch die Welthandelsorganisation WTO genehmigt worden seien und wies Unregelmäßigkeiten und Fehlverhalten von sich.

„Der Protektionismus muss bekämpft werden, da er eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit auf falschem Wege mit sich bringt“, so Rousseff. „Unsere Maßnahmen wurden allerdings fälschlicherweise als Protektionismus eingestuft.“

Des Weiteren kritisierte die Präsidentin die künstliche Aufwertung des US-Dollars, da sie negativen Einfluss auf Entwicklungsländer wie Brasilien habe. Bereits vergangene Woche hatte der Außenminister Antonio Patriota einen Brief an den Repräsentanten des internationalen Handels der USA, Ron Kirk, mit diesen Anmerkungen geschickt.

Für die Präsidentin sei es fundamental, dass internationale Organisationen wie die G20, die Weltbank und der Internationale Währungsfonds zur Kontrolle des Krieges der Wechselkurse und für die Stimulation wirtschaftlichen Wachstums agieren.

Rousseff stellte fest, dass viele Probleme, die sie bereits während der Eröffnung der letzten Generalversammlung der Vereinten Nationen angesprochen hatte, immer noch andauern würden und nach dringenden Lösungsmöglichkeiten verlangen.

Auch kritisierte sie Führungskräfte der europäischen Länder und der USA. Diese hätten noch nicht den „richtigen Weg“ für soziale Eingliederung gefunden. Das Fehlen an Alternativen würde sich auf die Bevölkerungsschichten auswirken, die am stärksten gefährdet sind, und Hunger, Arbeitslosigkeit und Desillusionierung mit sich bringen.

„In Brasilien erhöhen wir die Investitionen in Infrastruktur, Bekämpfung der Inflation, soziale Eingliederung und Bekämpfung der Armut. Wir haben Steuerlasten sowie die Energiekosten reduziert.“ Rousseff informierte darüber, dass in den letzten Jahren in Brasilien 40 Millionen Brasilianer aus der Armut geholfen wurde. (ds)