Die Landwirtschaft im semiariden Nordostens Brasiliens soll durch einen speziellen Ernteplan sichergestellt werden / Copyright: Agência Brasil
Die Landwirtschaft im semiariden Nordosten Brasiliens soll durch einen speziellen Ernteplan sichergestellt werden / Copyright: Agência Brasil

Die Landwirtschaft im semiariden Nordosten Brasiliens soll durch einen speziellen Ernteplan sichergestellt werden / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff kündigte gestern in Natal (Bundesstaat Rio Grande do Norte) den „speziellen Ernteplan für den semiariden Nordosten“ (Plano safra específico para o Semiárido nordestino) an. Ziel des Plans sei es, auch in diesem Gebiet die Produktivität der Landwirtschaft zu garantieren.

„Wir stellen für den semiariden Nordosten extra einen Plan auf, um zu garantieren, dass die Landwirte bei Dürreperioden nicht wieder ihre gesamten Ernten verlieren“, so Rousseff. Der Plan würde die Organisation der Landwirte bei Dürre verbessern und eine Abhängigkeit von Maisimporten als Viehfutter verringern. Die Pläne für die nationale Ernte 2013/2014 für Landwirtschaftsunternehmen und Familienlandwirtschaftsbetriebe sollen noch in dieser Woche herausgegeben werden.

Laut Rousseff müsse Brasilien mit den Auswirkungen der Trockenheit umzugehen lernen und Lösungen für diese Perioden finden. Dazu arbeite man vor allem an zwei Punkten: an der Absicherung der Wasserversorgung und an der Sicherheit der Produktion. Ersteres wird durch neue Bauarbeiten, durch die Zisternen und Staudämme entstehen, realisiert und durch die Wasserressourcen in diesen Gebieten besser verteilt werden. Die Produktion wiederum soll durch den neuen Plan sichergestellt werden. Zusätzlich wurden Ausrüstungen und Geräte für den Bau und die Verbesserung von Landstraßen gespendet, über die die Ernten transportiert werden. Außer finanziellen Mitteln für Investitionen und laufende Kosten sehe der Plan die technische Unterstützung von Produzenten der Region vor. In diesem Rahmen sei auch der Bau von Speichern geplant, in denen die Ernten gelagert werden können.

Rousseff betonte noch einmal, wie wichtig der Nordosten für das Wirtschaftswachstum Brasiliens sei und dass diese Region eine Priorität der Regierung darstelle. Ohne Investitionen in den Nordosten würde Brasilien nicht wachsen können. Dazu müsse der Nordosten zuerst die Entwicklungsstufe der anderen Regionen erreichen. (ds)